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Vor dem Mob eingeknickt

Wegen einer angeblich antisemitischen Zeichnung verzichtet die "New York Times" künftig auf Cartoons. Mittendrin im Shitstorm: der Schweizer Patrick Chappatte.

Der Genfer Patrick Chappatte ist bei der «New York Times» als Cartoonist angestellt, ab 1. Juli verzichtet die Zeitung auf seine Dienste. Foto: Laurent Gillieron (Keystone)

Der Genfer Patrick Chappatte ist bei der «New York Times» als Cartoonist angestellt, ab 1. Juli verzichtet die Zeitung auf seine Dienste. Foto: Laurent Gillieron (Keystone)

Alexandra Kedves@tagesanzeiger

«Politische Cartoons wurden mit der Demokratie geboren. Und sie werden infrage gestellt, wenn die Freiheit infrage gestellt ist.» So hat es der Westschweizer Zeichner Patrick Chappatte just in seinem aufrüttelnden Essay-Post ausbuchstabiert, der die Diskussion überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Umgekehrt gehe die einzigartige Freiheit des politischen Cartoons Hand in Hand mit einem ausgeprägten Sinn für Verantwortung. Doch dafür ist in der «New York Times» kein Platz mehr: Am Montag wurde ihr Entscheid öffentlich, das Format des politischen Cartoons aufzugeben und die beiden fest angestellten Künstler zu entlassen, Patrick Chappatte und Heng Kim Song.

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