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Kindheid

Güzin Kar über die Sehnsucht nach verbotenen Äpfeln.

Manchmal, wenn ich im Supermarkt vor dem Obstregal meditiere, was ich nicht zur Entspannung tue, sondern, weil mich sowohl die Auswahl als auch Früchtenamen wie Pitaya oder Cherimoya überfordern – und nein, ich bin keine Verfechterin von ethnisch reinen Regalen, aber von Namen, die ich mir merken kann –: Dann fällt mein Blick auf den Stapel Granny-Smith-Äpfel, und ich zucke leicht zusammen.

Ein Reflex aus den 80er-Jahren, als man die quietschgrünen Früchte nicht kaufen durfte, weil man sonst die Apartheid unterstützte, was man natürlich auf keinen Fall wollte. Und immer, wenn ich die Äpfel sehe, fällt mir Bono Vox ein, der Betroffenheitssänger. Waren Granny Smith das Sinnbild für Apartheid, stand Bono Vox für das Gute.

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