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Das Aarephantom, Teil 3: Isabelle

Isabelle stösst auf eine wichtige Spur – führt sie zum Aarephantom? Das ist Teil drei des Aare-Krimis der Kulturredaktion.

Was bisher geschah: In der Aare findet Schleusenwärter Sebastian Balsiger wiederholt alten Bierflaschen. Darin sind jeweils 1000 Franken und ein Zettel, an wen die Spende gehen soll. Ganz Bern rätselt darüber, wer der Spender sein könnte. Lesen Sie hier die bisher erschienenen Teile nach.

Isabelle steht in Götti Bäschtus Wohnzimmer vor einem selbst gezimmerten Regal mit sechs Brettern. Küchengeräusche und ein köstlicher Duft von Pizza machen sich im Raum breit. Die Abendsonne taucht das Zimmer mit den knarrenden Holzböden und den tiefen Decken in weiches Licht. Es ist etwas stickig – die verwinkelte Altbauwohnung am Nydeggstalden ist offenbar nicht einfach zu lüften. Zäh bleibt hier drin die Hitze des Tages hängen. Isabelle greift sich in ihre dunklen Locken und inspiziert das etwas staubige Regal. «Das sind sie also, die ominösen Flaschen, die ganz Bern in Aufregung versetzen», denkt sie sich. Götti Bäschtu, der die Flaschenpost des Aarephantoms jeweils aus dem Rechen fischte, hat das Geld stets pflichtbewusst den Bedachten überbracht. Grad heute Nachmittag sei er deswegen nach Habkern zur Hundepension Luna gefahren, hat er ihr erzählt. Isabelle hat es ihrem Götti angesehen, dass ihm nicht so ganz wohl ist bei der Sache. Er mag die überschwängliche Dankbarkeit der Empfänger nicht, und noch weniger passt ihm der ganze Trubel um seine Person, haben die Zeitungen ihn wegen seiner Ehrlichkeit doch zu einer Art Lokalhelden gemacht.

Illustrationen: iStock/Bearbeitung: BZ
Illustrationen: iStock/Bearbeitung: BZ

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