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«Zürich liest» vielfältig

Kaum sind die Bücherregale der Frankfurter Buchmesse abgeräumt, kündigt sich ein weiterer literarischer Grossanlass an: «Zürich liest» verspricht bei der zweiten Auflage noch pompöser zu werden.

Viel Lesenswertes: «Zürich liest» wartet mit 150 Veranstaltungen auf.
Viel Lesenswertes: «Zürich liest» wartet mit 150 Veranstaltungen auf.
zuerich-liest.ch

Vier Tage lang, vom kommenden Donnerstag an bis Sonntag, lesen und diskutieren an über 150 Veranstaltungen in Zürich, Winterthur und in der Region eine Vielzahl von Autorinnen und Autoren aus allen Sparten: Romane, Lyrik, Kinder- und Sachbücher. Veranstalter des «grössten Literaturfestivals der Schweiz» sind Buchhandlungen und die Verlage des Zürcher Buchhändler- und Verlegerverbands. Rund 100 Buchhandlungen und Verlage in Zürich, Winterhur und Umgebung machen mit.

Mit neuen Büchern nach Zürich reisen unter anderen der schwedische Krimi-Bestsellerautor Hakan Nesser, die kandadische Autorin Joy Fielding und der deutsche Schriftsteller und Rinke- Preisträger Wilhelm Genazino. Beim Auftritt des neuseeländischen Autors Anthony McCarten im Kino Arthouse kommen neben den Bücherwürmern auch die Filmfreaks auf die Rechnung. Gezeigt wird die Verfilmung von McCartens Debüt «Superhero» – die Geschichte des 14-jährigen Donald, der Leukämie hat und vor dem Tod noch wissen will, wie sich die Liebe anfühlt.

Das Zürcher Literaturhaus am Limmatquai gehört am Freitagabend den fünf Nominierten für den Schweizer Buchpreis 2012. Dem Publikum zur Diskussion stellen sich vor der Preisverleihung am 11. November Sybille Berg («Vielen Dank für das Leben»), Ursula Fricker («Ausser sich»), Peter von Matt («Das Kalb vor der Gotthardpost»), Thomas Meyer («Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse») und Claude Sulzer («Aus den Fugen»).

Erster Zürcher Lyrik-Preis

Breiten Raum geben die Organisatoren dieses Jahr der Lyrik. Im Zürcher Helmhaus geben Klaus Merz und der Südtiroler Lyriker Sepp Mall eine Session, im Cabaret Voltaire der Lyriker Werner Lutz und der Musiker Rudolf Lutz eine Matinee. Der Kabarettist Rolf Schlatter performt zudem im Tram Gedichte aus dem Buch «König der Welt». Und schliesslich wird am Festival «Zürich liest» erstmals der Zürcher Lyrik-Preis vergeben.

Am viertägigen Festival werden nicht nur konventionelle Lesungen geboten. So lädt das Mühlerama in Zürich-Tiefenbrunnen zu einem «möderisch feinen Dinner» ein. Zwischen den garantiert giftfreien Gängen servieren die Krimiautorinnen Sabina Altermatt und Mitra Devi literarische Gift-Häppchen.

Eröffnung mit Franz Hohler

Das Festival startet am Donnerstagabend im Club Kaufleuten mit einer Rede des Zürcher Autors und Spaziergängers Franz Hohler. Danach erzählt Rafik Schami, der syrisch-deutsche Erzähler, eine seiner legendären Geschichten. Den musikalischen Schlusspunkt setzt die Kinderbuchautorin und Sängerin Brigitte Schär. Einen Vollerfolg haben die Organisatoren schon vor Festivalbeginn zu verzeichnen. Die Schifffahrt auf dem «Robert-Walser-Schiff» vom Bürkliplatz nach Wädenswil mit einer Lesung mit Schauspieler und Regisseur Klaus Henner Russius ist bereits ausgebucht.

Den Festival-Schlusspunkt setzt am Sonntagabend der spanische Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafòn. Er stellt im Stadthaus Zürich Eigenkompositionen für Piano und sein neues Buch «Der Gefangene des Himmels» vor. «Zürich liest» ist aus der 2001 lancierten «Langen Nacht der kurzen Geschichten» hervorgegangen. Im vergangenen Jahr wurden 27'000 Besucher gezählt.

SDA/dj

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