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Im russischen Inferno

Im Juni 1812 lancierte Napoleon Bonaparte seinen Feldzug nach Russland. Im November kehrten die letzten Reste seiner Grande Armée geschlagen zurück. Der britische Historiker Adam Zamoyski schildert das Desaster in einem packenden Buch.

Eines der fürchterlichsten Gemetzel der Geschichte: Die Schlacht bei Borodino, die jedes Jahr von Schauspielern nachgestellt wird. (Archivbild 2010)
Eines der fürchterlichsten Gemetzel der Geschichte: Die Schlacht bei Borodino, die jedes Jahr von Schauspielern nachgestellt wird. (Archivbild 2010)
Keystone

Am 24. Juni 1812 überquerte Napoleons Grande Armée auf drei Pontonbrücken den Njemen, den Grenzfluss zum russischen Zarenreich. Ein knappes halbes Jahr später, Anfang Dezember, wollten die Einwohner von Wilna ihren Augen kaum trauen, als die vollkommen demoralisierten Reste der einst stolzen Armee die Stadttore erreichten. «Zuerst schauten sie uns voller Überraschung an, dann mit Entsetzen», schrieb einer der Ankömmlinge. Der Kaiser der Franzosen hatte eine vernichtende Niederlage erlitten – der Anfang vom Ende seiner Herrschaft in Europa.

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