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«Es ist eine Qual»

Nach seiner Ankündigung, keinen Roman mehr zu schreiben, sorgt US-Autor Philip Roth für weitere Überraschungen.

Gemeinsam mit dem Autor Blake Bailey arbeite er an seiner Autobiografie, verriet der 79-Jährige der «New York Times» vom Sonntag. Ausserdem schreibe er zusammen mit der achtjährigen Tochter einer Exfreundin per E-Mail an einer Novelle. Details zu diesem Projekt verriet Roth nicht.

Einen neuen Roman schliesst Roth aber definitiv weiter aus. «Ich weiss, ich werde nicht mehr so gut schreiben können, wie ich das mal getan habe», sagte der Autor von Bestsellern wie «Der menschliche Makel» und «Amerikanisches Idyll».

Neben den Buchprojekten beschäftige er sich derzeit viel mit seinem neuen iPhone und lese. Roths Herausgeber hatte vor rund einer Woche den Rückzug seines Autors bestätigt und damit den Literaturbetrieb überrascht.

Roths Rat

Der «Guardian» berichtet derweil über eine merkwürdige Begegnung des jungen Schriftstellers Julian Teller mit Philip Roth. Als Teller Roth in einem Restaurant um ein Autogramm bat, erfüllte der grosse Literat den Wunsch - riet dem jüngeren Kollegen aber, mit dem Schreiben aufzuhören, denn es sei schlicht und einfach «eine Qual».

Bereits in einem kürzlichen Interview ging Roth mit dem Beruf des Schriftstellers hart ins Gericht: «Wenn ich als junger Mann gewusst hätte, wie hart das Schreiben ist, hätte ich etwas anderes gemacht.» Und: «Wenn ich ein Kind hätte, das Schriftsteller werden wollte, würde ich ihm das versuchen, auszureden.»

SDA/phz

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