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«Empathie ist nicht genug»

Mit «Zähne zeigen» wurde sie berühmt, doch ihre neuen Essays zeigen eine andere, zweifelnde Zadie Smith. Die britische Autorin über bürgerliche Heuchelei und das fatale Wellnessprogramm der Literatur.

«Meine ganze Generation ist vom Fernsehen erschaffen worden», sagt Zadie Smith. Foto: Cato Lein (Writers Pictures/Interfoto)
«Meine ganze Generation ist vom Fernsehen erschaffen worden», sagt Zadie Smith. Foto: Cato Lein (Writers Pictures/Interfoto)

In ihrem Reihenhaus im Nordwesten von London, dem «NW» ihres gleichnamigen Romans, sitzt Zadie Smith im Arbeitszimmer und isst einen Salat. Unten im Haus läuft ein Staubsauger, ab und zu dringt das Geschrei von Kindern hinauf. Im Oktober wird Zadie Smith vierzig Jahre alt. Smiths Mann, der Lyriker Nick Laird, kommt herein, weil er die Putzfrau bezahlen will und das Portemonnaie nicht finden kann. Auf dem Boden liegt ein Exemplar ihres Essaybandes «Sinneswechsel», der jetzt in deutscher Übersetzung erschienen ist.

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