Zum Hauptinhalt springen

«Eine echte Feministin hat keine Kinder»

Verena Brunschweiger lebt und denkt radikal. Es geht ihr ums Klima – aber nicht nur.

Eine Studentin hält beim Klimastreik in Erfurt ein Plakat in die Höhe. (15. März 2019)
Eine Studentin hält beim Klimastreik in Erfurt ein Plakat in die Höhe. (15. März 2019)
Jens Meyer, AFP
Eine Gruppe Schüler streikt in Katowice, Polen, fürs Klima. (15. März 2019)
Eine Gruppe Schüler streikt in Katowice, Polen, fürs Klima. (15. März 2019)
Andrzej Grygiel, Keystone
Dort legten sich Schüler symbolisch schlafend vor das Hauptquartier der UNO. (15. März 2019)
Dort legten sich Schüler symbolisch schlafend vor das Hauptquartier der UNO. (15. März 2019)
Johannes Eisele, AFP
1 / 27

Ihr Buch hat in Deutschland eine heftige Debatte ausgelöst. Warum eigentlich? Wir leben in liberalen Gesellschaften, zu deren Vorzügen eine grosse private Entscheidungsfreiheit gehört.

Na ja. In den USA und in England ist man längst weiter, da gäbe es nie einen solchen Aufstand. Mein Ansatz wurde im angelsächsischen Raum schon vor Jahren debattiert. Im deutschsprachigen Raum ist das anders, deshalb habe ich das Buch geschrieben. Viele Familien dümpeln bei uns dahin, als lebten wir in den 1950ern. Glauben, sie hätten die definitive Lebensform gefunden. So, als würde damit nicht unsere Lebensgrundlage vernichtet, als wäre unsere Zukunft nicht akut gefährdet. Die wollte ich aufrütteln. Dass die Reaktionen nun derart heftig ausfallen, habe ich allerdings nicht erwartet. Ich muss leider feststellen: Wir Deutschen sind nur pseudotolerant.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.