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Eine asymmetrische Korrespondenz

Der Briefwechsel von Willy Brandt und Günter Grass zeigt, welch unterschiedliche Vorstellungen beide von der Liaison von Macht und Geist hatten.

Günter Grass (Mitte) hätte Willy Brandt (links, mit Walter Jens) gern öfter getroffen: Bei der PEN-Tagung in Bremen 1980 hat es geklappt.
Günter Grass (Mitte) hätte Willy Brandt (links, mit Walter Jens) gern öfter getroffen: Bei der PEN-Tagung in Bremen 1980 hat es geklappt.
Isolde Ohlbaum

Seit langem sind grosse Teile des Publikums nur noch genervt, wenn von Günter Grass wieder einmal ein politisches Statement (oder schlimmer: ein politisches Gedicht) kommt. Der Kredit des Literaturnobelpreisträgers in öffentlichen Angelegenheiten scheint verspielt – durch übermässige Inanspruchnahme, restlose Abnutzung und nicht zuletzt das späte Geständnis, als 17-Jähriger in der Waffen-SS gedient zu haben. Gerade deshalb empfiehlt sich die Lektüre dieses Briefwechsels: Sie ist dazu angetan, dem Autor der «Blechtrommel» wieder etwas von dem Respekt zu verschaffen, den er verdient.

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