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«Das Beste für Männer ist ein Abstand von 1,10 Meter»

Seit #MeToo steht männliches Verhalten unter einer Art Generalverdacht. Was toxische Männlichkeit ist und wie sie überwunden werden kann, erklärt Klaus Theweleit.

«Das Internet ist eine ungeheure körperliche Ermächtigung»: Der 77-jährige Klaus Theweleit. Foto: Brigitte Friedrich (SZ-Photo)
«Das Internet ist eine ungeheure körperliche Ermächtigung»: Der 77-jährige Klaus Theweleit. Foto: Brigitte Friedrich (SZ-Photo)

Spätestens seit #MeToo ist viel von «toxischer Männlichkeit» die Rede. Ist Männlichkeit per se verdächtig?

Zunächst ist «toxische Männlichkeit» eine witzige Formel, weil sie Stereotypen verkehrt. Frauen wird historisch eine Vorliebe für den Giftmord zugeschrieben, während Männer draufhauen, schiessen und zerstückeln. Wenn von «toxischer Männlichkeit» die Rede ist, wird diese Vorstellung radikal verkehrt: Giftig ist eine bestimmte männliche Körperstruktur, die nicht anders kann, als sich dominant und gewaltsam zu verhalten.

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