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Das erste Hochhaus in Paris seit 40 Jahren

Die Pariser braucht man nicht zu fragen: Sie sind gegen Hochhäuser – ausser sie stammen von Herzog de Meuron.

pwy
Matterhorn oder Toblerone? So soll das Hochhaus der Schweizer Architekten einmal aussehen.
Matterhorn oder Toblerone? So soll das Hochhaus der Schweizer Architekten einmal aussehen.

Das haben sie bei einer Bürgerbefragung zur Städteplanung deutlich kundgetan. Ihnen passt die Traufhöhe von 37 Metern, die seit den Siebzigerjahren kein Neubau mehr übersteigen darf.

Doch dann haben sie ihren Bürgermeister Bertrand Delanoë im Frühjahr trotzdem wiedergewählt - obwohl er ihnen gerade elf Hochhaus-Entwürfe vorgestellt hatte. Sie werden also nicht überrascht sein, wenn sie heute in ihren Zeitungen Modellfotos der riesigen Pyramide entdecken, die Delanoë für das Messegelände an der Porte de Versailles ausgewählt hat: 180 Meter hoch soll das Hotel- und Bürogebäude in den Himmel von Paris ragen. Das ist nicht ganz so hoch wie die ungeliebte Tour de Montparnasse (210 Meter) von 1969 und eindeutig niedriger als der Eiffelturm (325 Meter).

Der Entwurf stammt von den Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Als breites Dreieck soll sich das Hochhaus im Vorbeifahren auf der Stadtautobahn, dem Périphérique, offenbaren. Im Profil sieht es ein bisschen aus wie der Eiffelturm. Es soll dem Viertel ums Messeglände optischen Halt geben und die etwas zufällig dahingewürfelten Gebäude zusammenbinden. Am Fuss des Hochhauses sind Grünanlagen geplant, ein Gut, das in Paris noch knapper ist als der Wohnraum. Die ersten Kritiker haben sich schon zu Wort gemeldet: Sie befürchten, dass der Bau mit seinen grossen Glasflächen mehr Energie verbrauchen wird als die städtischen Klimaschutzverpflichtungen zulassen. (JH)

(ta)

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