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Berlins schöne Totgeburten

Berlin inspirierte seit jeher Architekten zu radikalen Visionen. Eine Ausstellung versammelt nun 100 Entwürfe von Stars wie Le Corbusier, Norman Foster oder Daniel Libeskind, die nie zu Leben erweckt wurden.

Ludwig Hilberseimer: Geschäftsstadt am Gendarmenmarkt 1928
Ludwig Hilberseimer: Geschäftsstadt am Gendarmenmarkt 1928
DOM publishers Berlin
Peter Eisenman: Max-Reinhardt-Haus 1992
Peter Eisenman: Max-Reinhardt-Haus 1992
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Atelier 5: Wohnviertel Ruhwald 1965
Atelier 5: Wohnviertel Ruhwald 1965
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Für manches dieser waghalsigen Projekte wäre wohl der Titel «Tabula Rasa» am passendsten gewesen. So schockierte 1928 der modernistische Architekt und Stadtplaner Ludwig Hilbersheimer mit der Idee, anstelle von Wohnquartieren im Zentrum von Berlin, eine sterile, geometrisch streng gestaltete Geschäftsstadt zu errichten. Ein jüngeres Beispiel aus der Ausstellung ist Peter Zumthors Entwurf zum NS-Dokumentationszentrum «Topographie des Terrors». Hier scheiterte eine spektakuläre architektonische Vision eines aufwendigen skelettartigen Betonbalken-Tragwerks an den finanziellen Realitäten.

Die Ausstellung «Das ungebaute Berlin» präsentiert im Berliner «Café Moskau» unverwirklichte Bauprojekte von namhaften Architekten wie Joseph Maria Olbrich, Le Corbusier, Hans Poelzig, Bruno Taut, Hans Scharoun, Egon Eiermann, Peter & Alison Smithson, Rem Koolhaas, Daniel Libeskind, Peter Zumthor oder Aldo Rossi.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Bildband erschienen. Wir zeigen in unserer Bildstrecke einige der erstaunlichen Entwürfe und geben Einblicke in die Ausstellung.

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