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HV Lerchenfeld-LeistKritik am Zeitplan für den Schulausbau

Dass es sechs Jahre dauern soll, bis das Quartier eine erweiterte Schule erhält, wurde an der Leistversammlung kritisiert.

Gleich eine vierköpfige Delegation der Stadt Thun erschien zur Hauptversammlung des Lerchenfeld-Leists, um dort die Pläne zur Sanierung und Erweiterung der Schule Lerchenfeld zu erklären. Die Stadt will bekanntlich 24 Millionen Franken investieren in das Projekt, das als eines von fünf zuoberst auf der Prioritätenliste steht.

Wie Gemeinderat Konrad Hädener einleitend ausführte, sei die Schulraumplanung langfristig ausgerichtet und werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ein wichtiger Faktor ist im Lerchenfeld die Verlegung des Quartierzentrums ins alte Feuerwehrmagazin. Für dessen Planung und Projektierung werde im Oktober dem Stadtrat ein Kredit von fast 1,9 Millionen beantragt, erfuhr die Versammlung.

«Eine Zumutung»

Diese wurde weiter darüber orientiert, dass eine zweite Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wurde für die Schulerweiterung, die als Basis dienen soll für den 2021 geplanten Architekturwettbewerb. Mit dem Abschluss der Planungsphase wird 2023 gerechnet, sodass ab 2024 bis 2026 die Ausführung erfolgen könne.

Dieser Zeitplan stiess auf Kritik bei einer Mutter und Lehrerin, die ihn als «Zumutung» bezeichnete und folglich von einem «Debakel» sprach. «Ihr müsst jetzt loslegen», verlangte daher ein Votant von den Vortragenden.

Im Moment sei «nichts zu machen», hiess es, und daher seien «kreative Lösungen gefragt». Der Leiter des Amts für Stadtliegenschaften, Thomas Zumthurm, gestand ein, die Planung sei «nicht rechtzeitig» angelaufen, und er bemühte sich um Entspannung, indem er betonte: «An unserem guten Willen fehlt es nicht.»

Corina Riesen im Vorstand

Die im Kino Rex in Thun «auswärts» durchgeführte Lerchenfeld-Leist-HV bestätigte Corina Riesen als Vorstandsmitglied. Sie trat die Nachfolge von Daniela Weber bereits früher im Jahr an. Auch zwei neue Rechnungsrevisoren konnten gefunden werden unter den locker im Kinosaal Versammelten.

Corina Riesen ist nun «definitiv» im Leist-Vorstand.
Corina Riesen ist nun «definitiv» im Leist-Vorstand.
Foto: Andreas Tschopp

Diese genehmigten Rechnung und Budget. Die grössten Posten nehmen darin die Ausgaben für die Anwälte ein. Neben Rückzahlungen von den privaten Mitstreitern können im laufenden Jahr auch noch Parteientschädigungen erwartet werden.

Nachdem die Sanierung der Allmendstrasse «einigermassen überstanden ist», so Präsident Roland Götz, bestehe bis Mitte November noch die Baustelle für die Fernwärmeleitung im Zollhaus. Für die Sanierung der Strasse dort fehle der Stadt aber der Plan und Raum für die Gestaltung. Zuversicht versprühte der Leistpräsident aber bezüglich der Uttigenstrasse, wo «etwas im tun ist», sagte Götz, der sich zuversichtlich zeigte, dass die Strasse durch das Armeegelände bis Ende für Velofahrer ins und aus dem Lerchenfeld befahrbar werde.