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Leserreaktionen«Konsumenten dürfen nicht für dumm gehalten werden»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen. Unter anderem zu einem – noch – verbotenen Pestizid.

Leser Eugen Schneider findet es richtig, dass die öffentliche Hand und die Bevölkerung die Bauern beim Anbau von Zuckerrüben unterstützt. Vergiftete Lebensmittel mitfinanzieren wäre aber eine Zumutung.
Leser Eugen Schneider findet es richtig, dass die öffentliche Hand und die Bevölkerung die Bauern beim Anbau von Zuckerrüben unterstützt. Vergiftete Lebensmittel mitfinanzieren wäre aber eine Zumutung.
Foto: Christian Beutler (Keystone) 

Zu «Verbotenes Pestizid soll Zuckerrüben retten»

Eine saubere Politik ist gefragt

Gemäss Angaben von Fachexperten sei der Anbau von Zuckerrüben für Bauern wirtschaftlich nicht interessant. Die öffentliche Hand unterstütze deshalb die Bauern mit rund 70 Millionen Franken. Erfreulicherweise zeigt sich auch die Bevölkerung gegenüber den Bauern solidarisch. Schliesslich sind wir alle auch in Zukunft auf gesunde Lebensmittel aus bäuerlicher Landwirtschaft angewiesen. Konsumenten und Steuerzahler dürfen jedoch nicht für dumm gehalten werden. Vergiftete Lebensmittel mitfinanzieren und dazu noch gesundheitliche Schäden in Kauf nehmen, wäre für sie eine Zumutung. Es ist unumstritten, dass die Landwirtschaft für die Produktion von gesunden Lebensmitteln solidarisch und fair zu unterstützen ist. Öffentliche und private Mittel sind jedoch nicht für fragwürdige Experimente, sondern für konstruktive und nachhaltige Lösungen in die Landwirtschaft zum Wohle der gesamten Bevölkerung zu investieren. Gefragt ist somit, auch in diesem Fall, saubere Politik.

Eugen Schneider, Ueberstorf

Zu: «Kommission soll den Fall Locher untersuchen»

Es gibt nur eins: Ehrlichkeit

Wo ist der Mann oder die Frau von der Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz, die hinsteht und alle Beteiligten zu einer offenen Aussprache, zu einer öffentlichen Pressekonferenz einlädt? Nach dieser ehrlichen Klarstellung hätten wir lediglich noch ein bis zwei Tage grosse Berichte, dann wäre Ruhe bei diesem Thema. Was aber jetzt passiert, schadet allen beteiligten Personen und vor allem unserer reformierten Landeskirche. Überall bemühen sich Pfarrpersonen und auch Kirchgemeinden, dass es zu so wenigen Kirchenaustritten wie möglich kommt. Die jetzigen Vorfälle bewirken aber genau das Gegenteil. Unter dem Vorwand des Persönlichkeitsschutzes wird alles unter einem Deckmantel gehalten. Gottfried Lochers Aufgaben wären es nun, eine ehrliche Aufklärung aller Vorkommnisse voranzutreiben und eine Entschuldigung seiner Familie gegenüber, sowie gegenüber den betroffenen Frauen und gegenüber der reformierten-Landeskirche auszusprechen. Es gibt nur eins: Ehrlichkeit. Der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz wünsche ich ab sofort kein weiteres Hin-und-her-Wursteln.

Rudolf Zurbrügg, Wimmis

Zu: «Aktivisten hinterliessen keine Schäden»

Wer trägt all die Kosten?

Was sind schon zwei Tage im Leben eines Menschen – dies eine Aussage von Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, im Zusammenhang mit der Demo auf dem Bundesplatz. Wer trägt aber all die Kosten, die durch die Demo verursacht wurden? Und wer begleicht den Ertragsausfall der Marktfahrer, die am Dienstag unverrichteter Dinge den Platz wieder verlassen mussten? All diese Kosten sollten aufgeteilt werden: auf die Stadtregierungsmitglieder, für nicht korrektes Handeln, und auf die Aktivisten, für eine nicht bewilligte Demo. Es darf nicht sein , dass die Kosten von solchen unbewilligten Demos vom Steuerzahler getragen werden müssen.

Reto Krähenbühl, Mühleberg

Nicht mehr ärgern

Ich bin erstaunt, wie arrogant diese jungen Leute auftreten. Ich bin erstaunt, wie cool sie Einträge im Strafregister riskieren und auf Bussen reagieren, die wohl die Eltern bezahlen werden. Anfänglich stand ich dieser Bewegung positiv gegenüber. Die illegalen Demos und die damit verbundenen Störungen von Marktfahrern und Geschäften in der Stadt Bern, des öffentlichen und privaten Verkehrs tragen aber nicht dazu bei, Sympathie und Verständnis zu fördern. Die Bundesplatzbesetzung verlief friedlich, die Räumungskosten tragen aber wieder einmal mehr die Steuern zahlenden Bürger. Ich bin sicher, dass kommende Demos in Krawalle ausarten werden, spätestens dann, wenn in Bern die Reitschule mitmacht. Dann ist es keine Klimabewegung mehr, sondern eine linke Demo, wie es sie regelmässig gibt. Da gibt es nur noch ein Rezept, um sich nicht zu ärgern: Nicht mehr hinhören, nicht mehr hinschauen und diese Leute nicht mehr ernst nehmen.

Heinz Aebi, Bern