Zum Hauptinhalt springen

Ein Jahr nach dem Frauenstreik«Kann man ein Feminist sein?»

Drei junge Männer, seit Jahren befreundet, diskutieren über Gleichberechtigung, ihre Ängste als Vater und darüber, wie Kinder ihre Freundschaft verändern.

Die Freundschaft von Hannes Schertenleib (28), Mario Härry (34) und Philipp Huber (34) begann in ihrer Jugend. Inzwischen sind öfter auch Härrys Söhne und Hubers Tochter dabei, wenn sie sich treffen.
Die Freundschaft von Hannes Schertenleib (28), Mario Härry (34) und Philipp Huber (34) begann in ihrer Jugend. Inzwischen sind öfter auch Härrys Söhne und Hubers Tochter dabei, wenn sie sich treffen.
Foto: Manuel Zingg

Von «gar keine Gleichstellung der Geschlechter» bis zu «komplette Gleichstellung der Geschlechter»: Bei wie viel Prozent stehen wir heute, im Jahr 2020, in der Schweiz?

Hannes Schertenleib: Ich würde bei 60 bis 70 Prozent sagen. Es gibt noch immer zu wenig Zeit, zu wenig Respekt, zu wenig Anerkennung, zu wenig Lohn für die Frauen.

Mario Härry: Wir sind aus meiner Sicht weit von 100 Prozent entfernt. Ich habe mir 60 Prozent gedacht. Ein Beispiel aus der Kinderbetreuung: Wenn der Mann einmal pro Woche zu Hause ist, ist es der Papitag. Vom Mamitag spricht niemand.

Philipp Huber: Bei 84 Prozent würde ich sagen. Verglichen mit damals, als Frauen nicht stimmen durften und keine Entscheidungsrechte hatten, ist viel gegangen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.