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Mit gestohlenem AutoJugendlicher liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Als die Polizei am Samstagabend einen Autolenker kontrollieren wollte, flüchtete dieser auf der Autobahn A1 in Richtung Bern – und verursachte zwei Verkehrsunfälle.

Auf dem Felsenauviadukt mussten mehrere Autofahrer ihr Fahrzeug verlassen und sich in Sicherheit bringen.
Auf dem Felsenauviadukt mussten mehrere Autofahrer ihr Fahrzeug verlassen und sich in Sicherheit bringen.
Foto: Leserreporter/20Min

Es war kurz vor 19.30 Uhr am Samstagabend, als die Kantonspolizei Solothurn einen Autofahrer kontrollieren wollte. Statt zu kooperieren, entzog sich dieser allerdings der Kontrolle und flüchtete auf der Autobahn A1 in Richtung Bern. Die Solothurner Polizisten verfolgten das Auto, auch die Kantonspolizei Bern wurde involviert. Sie überwachte den Autobahnabschnitt zwischen Kirchberg und der Verzweigung Bern-Wankdorf.

Die Szene muss filmreif gewesen sein: Der Lenker umfuhr mehrmals mit «teils massiv überhöhter Geschwindigkeit» Staus auf dem Pannenstreifen und gefährdete somit die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

Zum ersten Unfall kam es schliesslich im Bereich Grauholz: Ein Dienstfahrzeug der Kantonspolizei Solothurn kollidierte mit einem unbeteiligten Auto. Drei Insassen des Privatfahrzeuges wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Auf dem Felsenauviadukt in Fahrtrichtung Freiburg kam es wenig später zu einem zweiten Unfall: Das Fluchtfahrzeug prallte mit einem unbeteiligten Auto zusammen. Gemäss aktuellem Kenntnisstand wurde bei diesem Unfall niemand verletzt.

Ein Leserreporter erzählte gegenüber «20 Minuten», die Polizei habe auf dem Felsenauviadukt den Verkehr in Fahrtrichtung Freiburg komplett zum Stillstand gebracht. Polizisten seien zu allen aufgehaltenen Autos gerannt, die Insassen seien aufgefordert worden, sich hinter dem Polizeiauto in Sicherheit zu bringen.

Auto war gestohlen, Fahrer ohne Führerausweis

Schlussendlich konnte die Kantonspolizei Bern die Insassen des Fluchtfahrzeugs anhalten. Die vier Personen wurden vorläufig festgenommen. Bereits klar ist, dass das Fluchtfahrzeug als gestohlen gemeldet war. Und: Der jugendliche mutmassliche Lenker verfügt über keinen gültigen Fahrausweis. Ein anderer Insasse des Autos war überdies zur Verhaftung ausgeschrieben.

Zur Klärung des genauen Hergangs der Ereignisse sind unter der Leitung der kantonalen Jugendanwaltschaft Bern Ermittlungen und weitere polizeiliche Abklärungen durch die Kantonspolizei Bern sowie die Kantonspolizei Solothurn im Gang.

chh/pd