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Gesicht der Demokratie-BewegungJoshua Wong zu 13,5 Monaten Haft verurteilt

Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong muss für 13,5 Monate ins Gefängnis. Der 24-Jährige hatte sich vor Gericht für schuldig erklärt, an einer nicht genehmigten Versammlung teilgenommen zu haben.

Joshua Wong wird nach seiner Verurteilung von Sicherheitskräften ins Gefängnis gebracht. (2. Dezember 2020)
Joshua Wong wird nach seiner Verurteilung von Sicherheitskräften ins Gefängnis gebracht. (2. Dezember 2020)
Foto: Kin Cheung (Keystone)

Der prominente Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong muss einem Gerichtsurteil zufolge ins Gefängnis. Wegen Protesten gegen die Regierung wurde der 23-Jährige zu 13,5 Monaten Haft verurteilt. Gegen seine Mitstreiter Agnes Chow (23) und Ivan Lam (26) verhängte das Gericht Haftstrafen von zehn beziehungsweise sieben Monaten.

Die Aktivisten hatten sich für schuldig erklärt, an einer nicht genehmigten Versammlung in der chinesischen Sonderverwaltungszone teilgenommen zu haben. Im Zusammenhang mit den Massenprotesten wurden im Spätsommer bereits mehrere Verfahren gegen Wong und seine Mitstreiter eingeleitet.

Wong hatte in den vergangenen Monaten häufig in westlichen Ländern um Unterstützung für die Demokratie-Bewegung und für eine Eindämmung des chinesischen Einflusses in Hongkong geworben. Die Führung in Peking wirft ihm vor, eine Marionette ausländischer Kräfte zu sein. Wong war 2014 als 17-Jähriger zum Gesicht der damaligen Studentenproteste für mehr Demokratie geworden, er war aber keine führende Figur der oft gewaltsamen Proteste im vergangenen Jahr.

REUTERS

25 Kommentare
    Markus Schellenberg

    Vor mehr als 20 Jahren las ich, dass wenn wir ein Land wie China zu mehr Menschenrechten bewegen wollen, müssen wir als Wirtschaftspartner und mit politischem Dialog Einfluss nehmen. Jetzt haben wir die chinesischen Waren und China hat das chinesische System.