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Zurückgeholter Bieler«In Zürich wirkte es weniger seriös als in Bogotá»

Moritz Winiger aus Biel ist am Mittwoch mit einem Rückholflug des Schweizer Aussenministeriums aus Kolumbien in Zürich gelandet. Er schildert seine Eindrücke

Moritz Winiger erzählt nach der Landung in Zürich, wie er den Rückholflug von Kolumbien erlebt hat.
Video: Adrian Reusser (Keystone-SDA)

«Man kommt in der Schweiz an und das Erste, was man sieht, ist eine Gruppe von fünf, sechs Polizisten, alle im Abstand von einem knappen halben Meter, ohne Maske, ohne Handschuhe. Auf mich wirkt das weniger seriös als in Bogotá», erzählt Moritz Winiger. Der Bieler ist am Mittwochmorgen in Zürich gelandet, nachdem er sicherheitshalber aus Kolumbien abgereist war.

Bilder von der Abreise zeigen, dass praktisch alle Passagiere Atemschutzmasken tragen. Mit Wärmebildkameras werden die Leute überwacht, von Sicherheitskräften werden sie streng kontrolliert. Von Massnahmen in der Schweiz hingegen keine Spur: Nicht einmal ein Flugblatt mit Informationen zur zehntägigen Quarantäne, in die sich die zurückgeholten Schweizer nun begeben sollen, sei verteilt worden, bemängelt Winiger.

An Bord der Edelweiss-Maschine hatten sich insgesamt 279 Schweizerinnen und Schweizer befunden, ebenso wie 35 Staatsangehörige aus Nachbarländern. «Wir haben uns sofort um einen Platz beworben, als wir hörten, dass das EDA einen solchen Charterflug anbietet», sagt Winiger. «Ein Kollege von uns hat keinen Platz mehr gekriegt.»

Die Edelweiss-Maschine aus Bogotá bei der Landung in Zürich. Gemäss Winiger sei es ein «ruhiger Flug» gewesen.
Die Edelweiss-Maschine aus Bogotá bei der Landung in Zürich. Gemäss Winiger sei es ein «ruhiger Flug» gewesen.
Foto: Alexandra Wey (Keystone)