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Erfinderin der KultserieImmer noch Sex in der City

Sie war Model und Partygirl. Dann kreierte Candace Bushnell die Serie, mit der sich eine ganze Generation Frauen identifizierte – und die jetzt eine Fortsetzung erhält.

Sie war jung und wollte Erfolg: Candace Bushnell.
Sie war jung und wollte Erfolg: Candace Bushnell.
Foto: AFP

Als 1994 die erste «Sex and the City»-Kolumne erschien, wäre niemand auf die Idee gekommen, ihre Autorin Candace Bushnell als besonders feministisch zu bezeichnen. Oder Feminismus als besonders sexy. Das war damals aber auch egal. Es waren die libidinös entfesselten Neunzigerjahre, die Früchte der sexuellen Befreiung kamen gerade erst zum Tragen. Als besonders süsse Frucht erwies sich Bushnells Kolumne. Sie wurde erst ein Riesenhit, später ein Buch und schliesslich eine TV-Serie, die die goldene Epoche des Serienwesens einläutete.

Die Geschichte über vier Single-Freundinnen in New York verarbeitete alles, was in den 90ern noch Avantgarde war und heute Mainstream ist: Brazilian Bikini Waxing, Viagra, Schwulenkultur, Toyboys und Schönheitschirurgie. Vor allem aber porträtierte sie Frauen mit eigener Karriere, eigenem Geld und einem aufregenden Sexleben. Da machte es auch nichts, dass das eigentliche Ziel der sich so zeitgeistig gebenden Damen ziemlich traditionell war. Nämlich aus den Jagdgründen des New Yorker Heiratsmarkts fette Beute anzuschleppen, am liebsten in Form eines Bankers, Immobilientycoons oder Anwalts.

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