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Starfotograf im Interview«Ich werde in Erinnerung bleiben durch meine Bilder von Ali»

Neil Leifer begleitete schon Muhammad Alis spektakulärste Kämpfe als Fotograf. Ein Gespräch über Abenteuer in Manila und Kinshasa – und warum Boxer für ihn die höflichsten Menschen sind.

Der Erfinder der «Rope-a-dope»-Technik: Muhammad Ali, auch bekannt als «The Mouth That Roared», fotografiert von Neil Leifer im Jahr 1970.
Der Erfinder der «Rope-a-dope»-Technik: Muhammad Ali, auch bekannt als «The Mouth That Roared», fotografiert von Neil Leifer im Jahr 1970.
Foto: Authentic Brands Group

Mr. Leifer, Sie fotografieren seit 60 Jahren Boxkämpfe. Welches war der spektakulärste?

Neil Leifer: Oh, das ist gar keine Frage, für mich war der aufregendste und beste Kampf, den ich je gesehen habe, der «Thrilla in Manila». Das dritte Aufeinandertreffen von Joe Frazier und Muhammad Ali. Ich sage Ihnen, warum: Manchmal hat man grosse Erwartungen an einen Kampf, die aber nicht erfüllt werden. In Manila 1975 erwartete keiner von uns irgendwas. Ich war acht Tage dort, wie der ganze Pressetross aus den USA, so lange hatte man damals Zeit, sich zu akklimatisieren. Ich fand die Stadt faszinierend, aber alle dachten, es würde ein leichter Kampf für Ali werden. Beide waren alt geworden, aber Ali sah in der Vorbereitung eigentlich noch mal ganz gut aus, während Frazier seine besten Zeiten klar hinter sich gelassen hatte.

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