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Interview über GenderspracheDie Logik hinter dem Begriff «alter weisser Mann»

Kübra Gümüşay setzt sich gegen Hass ein. Die Politikwissenschaftlerin, Aktivistin und Bestsellerautorin erklärt, wieso es so schwierig ist, gerecht zu sprechen.

Netzaktivistin Kübra Gümüşay zu Gast im Berner Generationenhaus, im Herbst 2020.
Netzaktivistin Kübra Gümüşay zu Gast im Berner Generationenhaus, im Herbst 2020.
Foto: Adrian Moser (Tamedia)

Sie benutzen den Genderstern. Viele Leute sagen: Gendergerechte Sprache ist mir zu kompliziert. Was sagen Sie?

Das ist ja auch wahr, sie kann herausfordern. Daran zu denken, obwohl man es anders gewohnt war über all die Jahre. Aber ich bin optimistisch.

Warum?

Man kann sich auch neue Nachnamen von Freundinnen und Freunden merken, den Namen eines neuen Lebenspartners der Kollegin, die Namen von Kindern im Umfeld. Wir verändern uns ja ständig. Es ist ja nicht so, dass diejenigen, die bestimmte Wörter erhalten wollen, absolut traditionsbewusste Menschen wären und durchgehend auch alle anderen Bereiche der Gesellschaft unverändert sehen wollen. Sich zu verändern, kostet Überwindung. Genauso, wie die Oma, die sich hat überreden lassen, jetzt doch einen Facebook-Account anzulegen.

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