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«Häuser von nationaler Bedeutung»Heimatschutz wehrt sich gegen Abbruch im Tscharnergut

Nachdem Regierungsstatthalter Christoph Lerch die Abbruchbewilligung erteilt hat, schaltet sich nun der Heimatschutz ein und findet, eine Sanierung sei durchaus möglich.

Abbrechen oder sanieren? Der Statthalter und der Heimatschutz sind sich uneins, was dieses Gebäude an der Fellerstrasse 30 betrifft.
Abbrechen oder sanieren? Der Statthalter und der Heimatschutz sind sich uneins, was dieses Gebäude an der Fellerstrasse 30 betrifft.
Foto: Screenshot/Google Streetview

Der Berner Heimatschutz wehrt sich gegen den Abbruch eines denkmalgeschützten Wohngebäudes im Tscharnergut. Die Hochhäuser im «Tscharni» seien anerkanntermassen von nationaler Bedeutung, heisst es zur Begründung.

Regierungsstatthalter Christoph Lerch hatte der Fambau-Genossenschaft die Abbruchbewilligung erteilt. Müsste das Gebäude saniert werden, erlitte der Eigentümer nicht zumutbare Verluste, machte er geltend. Anders sieht es der Heimatschutz, wie er am Mittwoch mitteilte.

Das Gesetz verbiete den Abbruch des Hochhauses an der Fellerstrasse 30. Der Statthalter habe einen gefährlichen Präzedenzfall für andere schützenswerte Bauten geschaffen, insbesondere im Tscharnergut. Eine Sanierung des Wohngebäudes sei aus bautechnischer Sicht möglich und wirtschaftlich durchaus tragbar.

Die Überbauung Tscharnergut im Westen Berns stammt aus den 1950er-Jahren. Sie wurde für 5000 Einwohner errichtet und fand als grösstes Wohnbauprojekt der Schweiz internationale Beachtung.

chh/sda

16 Kommentare
    Honestguy

    Ein Grund für die horrenden MIETEN ist die krankhafte Bau- und Renovationstätigkeit. Da wird sinnlos saniert und danach die Mieten verdoppelt. Man könnte doch diese Gebäude noch ein paar Jahrzehnte lassen, wie sie sind. Außerdem sind in der Schweiz ja alle so ökologisch. Ein Abbruch und Neubau braucht mehr Ressourcen als das Haus in 50 Jahren braucht! Hirn einschalten!