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Mein AlltagHandarbeit wird von der Pflicht zum Hobby

«Forum»-Leserin Theresia Thierstein lernt ihre Wohnung besser kennen. Sie entdeckte zwölf Knäuel uralte Wolle – eine neue Freizeitbeschäftigung.

Dominik Galliker
Theresia Thierstein probiert in Corona-Zeiten Neues aus: Sie gestaltet Bommeldeckeli.
Theresia Thierstein probiert in Corona-Zeiten Neues aus: Sie gestaltet Bommeldeckeli.
Foto: zvg

Früher, sagt Theresia Thierstein, sei Handarbeiten für sie eine unerfreuliche Pflicht gewesen. «Ich bin Simmentalerin – als Mädchen wurde ich dazu angehalten, zum Beispiel Tischdeckenecken zu machen», erzählt die heute 66-jährige Leserin aus Thun. Darum sei sie selber erstaunt, dass Handarbeiten für sie in diesen Tagen doch noch zum Hobby wird.

Die Wolle lag ewig im Schrank

«Jetzt, wo man zu Hause bleiben soll, lerne ich meine Wohnung viel besser kennen», sagt Theresia Thierstein. Es sei kaum zu glauben, was man da alles finde. Zum Beispiel: zwölf Knäuel Wolle, die «ewig lang im Schaft rumlagen». Via Google habe sie gesucht, was sie daraus machen könnte. Stricken und Häkeln sei für sie nicht infrage gekommen, aber ein Bild eines Bommeldeckeli habe sie gepackt. «Der erste Versuch ist ganz gut gelungen.»

Das Bommeldeckeli ziert nun den Tisch im Wohnzimmer. «Ich habe extra ein weisses Tischtuch hervorgeholt, damit die Decke gut zur Geltung kommt», erzählt Theresia Thierstein. Um gleich mit einem Lachen anzufügen: «Leider kommt in diesen Zeiten niemand rein, der sie sehen könnte.»

Erzählen Sie uns aus ihrem Alltag, jetzt wo das öffentliche Leben still steht. Wie verbringen Sie die Zeit? Mit was beschäftigen Sie sich? Was packen Sie endlich an? Und ergeht es Ihnen vielleicht wie Leserin Theresia Tierstein, die in Ihren vier Wänden längst vergessenes entdeckt? Schreiben Sie an redaktion@bernerzeitung.ch (Vermerk: Mein Alltag).