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Vorsorgekasse der Stadt BernIn der Pensionskasse fehlen noch 80 Millionen

Das gute Aktienjahr 2019 verkleinert die Unterdeckung der städtischen Pensionskasse um 145 Millionen Franken. In der Kasse fehlt aber immer noch viel Geld.

Die Unterdeckung der Berner Personalvorsorgekasse betrug Ende Dezember noch 80,1 Millionen Franken.
Die Unterdeckung der Berner Personalvorsorgekasse betrug Ende Dezember noch 80,1 Millionen Franken.
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Die Pensionskasse der Stadt Bern (PVK) profitiert vom guten Börsenjahr 2019: Sie hat vergangenes Jahr eine Rendite von 11,94 Prozent erreicht. Die Personalvorsorgekasse spricht in einer Mitteilung von einem «sehr guten Anlagageergebnis». Die Rendite liege rund 0,5 bis 0,8 Prozentpunkte über der Performance, welche Schweizer Grossbanken als Durchschnittsrendite der Schweizer Pensionskassen errechnet haben.

Finanzloch schrumpft um 145 Millionen

Dank der gestiegenen Kurse wurde das Finanzloch, das in der Kasse klafft, etwas kleiner. Es nahm um 145,4 Millionen Franken ab und betrug Ende Dezember noch 80,1 Millionen Franken. Der sogenannte Deckungsgrad stieg von 90,95 Prozent Ende 2018 auf 96,91 Prozent Ende 2019. Ein Deckungsgrad von 100 Prozent zeigt an, dass eine Pensionskasse am Stichtag alle künftigen Forderungen an sie – sprich Rentenzahlungen – decken kann. Im vergangenen Jahr stiegen die Verpflichtungen der PVK gegenüber den Versicherten um 10 Millionen Franken auf insgesamt 2,59 Milliarden Franken an.

Es fehlen die Reserven

Die Werte von Aktien können stark schwanken, wie der Kurssturz wegen der Corona-Krise erneut zeigt. Deshalb raten Experten den Kassen, einen Deckungsgrad von 115 bis 120 Prozent anzustreben. Davon ist die städtische Pensionskasse noch weit entfernt.

Der PVK waren 2018 rund 5600 aktive Versicherte und gegen 3900 Rentenberechtigte angeschlossen. Für 2018 wies die Berner PVK ein negatives Anlageergebnis von minus 1,39 Prozent aus.

1 Kommentar
    Markus

    Wann hört man endlich damit auf, mit dem absolut theoretischen Unterdeckungsgrad Polemik zu betreiben. Die 100% sind nur geschuldet, wenn für die Pensionskasse der mehr als unwahrscheinliche Fall eintreten würde, dass sie sämtliche Guthaben auf einen Schlag auszahlen müsste. Also alle Versicherten auf einen Schlag die Stelle kündigen oder pensioniert würden. Dieser Fall ist noch unwahrscheinlicher, als ein Lotto-Sechser!