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Käse aus der kongolesischen Schweiz

Ein Unternehmer aus dem Ostkongo lässt sich von Schweizer Tradition inspirieren. Ausser bei der Käsesorte.

Der 33-jährige Alex Kasole Singa führt den Landwirtschaftsbetrieb La Petite Fermière im Ostkongo mit grossen Ambitionen.
Der 33-jährige Alex Kasole Singa führt den Landwirtschaftsbetrieb La Petite Fermière im Ostkongo mit grossen Ambitionen.
Judith Raupp
Wenn die Hirten pfeifen, traben die Kühe zum Melken an. Der Betrieb hat Kühe der Rassen Brown Swiss und Friesländer.
Wenn die Hirten pfeifen, traben die Kühe zum Melken an. Der Betrieb hat Kühe der Rassen Brown Swiss und Friesländer.
Judith Raupp
Alex Kasole Singa will sein Angebot ausbauen, weitere Sorten produzieren und künftig auch Ferien auf dem Bauernhof anbieten.
Alex Kasole Singa will sein Angebot ausbauen, weitere Sorten produzieren und künftig auch Ferien auf dem Bauernhof anbieten.
Judith Raupp
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Alex Kasole Singa wollte gerade zur Käsefarm fahren, als das Telefon klingelte. «Chef, bleib zu Hause. Sie schiessen», brüllte sein Vorarbeiter in den Apparat. Da wusste Kasole, dass der Krieg ausgebrochen war. Wieder einmal. Mitten auf seinen Weiden.

Der 33 Jahre alte Unternehmer erzählt das mit einem Lächeln. Ein bisschen Krieg bringt ihn nicht aus der Ruhe. In seiner ostkongolesischen Heimat bricht immer mal wieder eine Rebellion aus. Die vorläufig letzte ging vor eineinhalb Jahren zu Ende. Milizen plündern und morden allerdings noch immer im Masisi-Gebirge, wo Kasole die Käsefarm führt. Aber was soll er machen? «Wir produzieren einfach weiter», versichert er.

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