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Interview mit Moritz Leuenberger«Die Freiheit vor der eigenen Nase ist politisch nicht immer das höchste Gut»

Am Mittwoch erhält die Schweiz neue Corona-Regeln. Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger sagt, wie solche Entscheide zustande kommen und weshalb er sich selber mit 74 nicht zur Risikogruppe zählt.

Moritz Leuenberger sagt: «Der Bundesrat kann die Epidemie nicht einfach wegblasen!»
Moritz Leuenberger sagt: «Der Bundesrat kann die Epidemie nicht einfach wegblasen!»
Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Herr Leuenberger, finden Sie diese Warterei gerade auch etwas merkwürdig?

Welche Warterei?

Schon letzte Woche schossen die Fallzahlen in die Höhe – und doch informiert der Bundesrat erst am Mittwoch über die neuen Corona-Massnahmen. Ist dieses zögerliche Vorgehen für Sie nachvollziehbar?

Wir sind eben nicht China, das ist die Schweizer Demokratie! Wem es zu langsam geht, der kann ja eigenverantwortlich handeln. Erstens konnten die Kantone schon lange Massnahmen beschliessen. Zweitens ist jeder und jede über die steigenden Fallzahlen im Bild. Wer jetzt einfach noch die totale Freiheit auslebt, bis neue Befehle aus Bern kommen, hat nicht verstanden, dass er in unserer Demokratie selber eine aktive Aufgabe hat.

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