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Schurter ohne ChanceMathias Flückiger rettet Schweizer Ehre mit WM-Silber

Mathias Flückiger gewinnt an den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Leogang Edelmetall. Nino Schurter erleidet eine Niederlage. Bei den Frauen verpasst Sina Frei das Podest knapp.

Der verdiente Lohn: Mathias Flückiger mit der Silbermedaille.
Der verdiente Lohn: Mathias Flückiger mit der Silbermedaille.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Der 32-jährige Berner zeigt ein starkes Rennen.
Der 32-jährige Berner zeigt ein starkes Rennen.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Die Französin Pauline Ferrand-Prévot verteidigt ihren Titel souverän.
Die Französin Pauline Ferrand-Prévot verteidigt ihren Titel souverän.
Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
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Starkes WM-Rennen von Mathias Flückiger: Der 32-jährige Berner gewann an den Mountainbike-Weltmeisterschaften im österreichischen Leogang im Cross-Country-Rennen die Silbermedaille. «Wenn ich die Vorgeschichte mit Magenproblemen und Erkältung vor einer Woche in Nove Mesto anschaue, bin ich sehr zufrieden», bilanzierte Flückiger. «Ich verpasste den Abgang nach dem Start etwas und fuhr lange in einer Verfolgergruppe. Schlussendlich konnte ich mich aber durchsetzen.» Flückiger musste sich dem französischen Weltmeister Jordan Sarrou um 45 Sekunden geschlagen geben. Dieser feierte einen Start-Ziel-Sieg. Bronze ging an seinen Landsmann Titouan Carod.

Nino Schurter konnte im Kampf um das Regenbogentrikot nie eingreifen. Der entthronte Weltmeister hatte bereits kurz nach dem Start einen Zwischenfall, der ihn zurückwarf. Schurter kollidierte mit dem Brasilianer Henrique Avancini und musste nach einem weiteren Rempler mit einem anderen Fahrer kurz aus der Pedale steigen. Der 34-jährige Bündner wurde im schlammigen Rennen, dessen Bedingungen ihm nicht zusagen, mit 2:33 Minuten Rückstand Neunter. «Ich hatte die ganze Woche etwas Zweifel. Auch wegen den Bedingungen», resümierte Schurter. «Nach fünf WM-Titeln in Serie musste das Ende irgendwann kommen. Vielleicht ist es auch ein Vorteil, ohne Regenbogentrikot ins Olympiajahr gehen zu können», so Schurter weiter.

Zweitbester Schweizer war Filippo Colombo. Der 22-jährige Tessiner, der sein erstes Cross-Country-WM-Rennen bei der Elite fuhr, wurde mit 2:12 Minuten Rückstand Siebter. Lars Forster belegte mit 4:12 Minuten Rückstand den 20. Rang. Matthias Stirnemann wurde 28. (+5:50), Lukas Flückiger 45. (+8:47), Andri Frischknecht 46. (+8:50) und Thomas Litscher 59. (minus 1 Runde).

Frei verpasst Podest knapp

Sina Frei belegte im Frauenrennen den undankbaren 4. Platz. Die 23-jährige Zürcherin verpasste die Bronzemedaille um 45 Sekunden. Diese gewann die Australierin Rebecca McConnell, die im Finish auf der Ziellinie von der Italienerin Eva Lechner noch abgefangen wurde. Gold ging mit drei Minuten Vorsprung an die französische Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot, die ein eigenes Rennen fuhr.

Frei, die am Mittwoch mit der Schweiz im Team Relay Bronze gewann, zeigte von Beginn weg ein gutes Rennen. Sie war in den vorderen Positionen mit dabei und lieferte sich ab der zweiten von fünf Runden ein packendes Duell um Bronze mit Lechner. Die Italienerin konnte die Schweizerin in den Aufstiegen des schlammigen Kurses jeweils leicht distanzieren, in den Abfahrten kam Frei jedoch wieder heran. In der Schlussrunde zog Lechner dann davon. «Sie war am Schluss einfach stärker. Aber ich habe den 4. Platz gewonnen und nicht verloren», bilanzierte Frei nach dem Rennen.

Neff mit Steigerungsrennen

Jolanda Neff hat sich von ihrer Erkältung noch nicht ganz erholt und wurde mit 4:46 Minuten Rückstand auf die Siegerin Sechste. Die Weltmeisterin von 2017 spurtete am Start gleich an die Spitze. Im ersten Aufstieg fiel sie jedoch zurück und zwischenzeitlich aus den Top 10. Je länger das Rennen dauerte, umso besser wurde Neff und war mit ihrem Resultat zufrieden. Alessandra Keller wurde 10. (+6:25), Linda Indergand 15. (+8:44) und Nicole Koller 16. (+8:51).