Zum Hauptinhalt springen

Urnenabstimmung in BrienzForsthaus und Axalpstrasse können saniert werden

Die Stimmbürger haben an der Urne die Kredite für die erste Sanierungsetappe bei der Axalpstrasse sowie die Instandstellung des Forsthauses genehmigt.

Nach dem Ja der Stimmbürger kann die erste Etappe der Sanierung der Axalpstrasse mit unter anderem dem Ersatz der Geländer in Angriff genommen werden.
Nach dem Ja der Stimmbürger kann die erste Etappe der Sanierung der Axalpstrasse mit unter anderem dem Ersatz der Geländer in Angriff genommen werden.
Foto: Hans Urfer

Die Sanierung des Forsthauses wurde mit 1288 Ja- gegenüber 249 Nein-Stimmen gutgeheissen, was einem Ja-Anteil von 83,8 Prozent entspricht. Etwas weniger deutlich fällt die Zustimmung zur ersten Sanierungsetappe für die Axalpstrasse aus: 1136 Stimmbürger (74,0 Prozent) waren dafür, 398 (26 Prozent) dagegen. Der Grundeigentümerbeitragssatz wurde auf 40 Prozent festgelegt. Die Stimmbeteiligung lag bei 68 Prozent.

«Beide Ergebnisse sind für mich sehr zufriedenstellend ausgefallen», kommentierte der Brienzer Gemeinderatspräsident Peter Zumbrunn auf Anfrage das Abstimmungsergebnis.

Dringliches realisieren

Mit dem Ja zum Verpflichtungskredit für eine erste Etappe der Axalpstrasse-Sanierung können nun die dringlichen Massnahmen bis zum Jahr 2028 realisiert werden. Wie der Abstimmungsbotschaft zu entnehmen ist, sollen vorerst die Stützmauern auf einer Länge von 2,6 Kilometern instand gestellt werden. Zudem ist in diesem Bereich die Fundation neu aufzubauen.

Leitplanken und Geländer ersetzen

Auch die teilweise in «desolatem Zustand» sich befindenden alten Geländer werden ersetzt. Zudem ist geplant, auf den Ersatz der Fundationsschicht zu verzichten und nur den Strassenbelag zu erneuern. Aus Sicherheitsgründen sollen die Leitplanken «baldmöglichst» ersetzt werden. Auch ist die Strassenentwässerung oberhalb Engi anzupassen.

Start im Frühjahr 2021

Die Realisierung der etappenweisen Sanierung soll mit den Vorbereitungsarbeiten im Frühling 2021 gestartet werden. Eine Strassenanalyse für die Jahre 2020–2039 hat einen Sanierungsaufwand von insgesamt 9 Millionen Franken ergeben. Nach Abschluss der ersten Etappe soll den Stimmbürgern ein weiterer Verpflichtungskredit von 3 Millionen Franken vorgelegt werden.

Von den nun bewilligten 6 Millionen Franken gehen 1,6 Millionen zulasten der Grundeigentümer, womit zulasten des allgemeinen Haushalts der Gemeinde Brienz 4,4 Millionen Franken verbleiben.

Forsthaus: Ab März 2021 sanieren

Nach dem Ja zum Kredit für die Sanierung des Forsthauses soll dessen Instandstellung ab März 2021 erfolgen. Dank der «Spezialfinanzierung Forst» könne die Finanzierung der 595’000 Franken teuren Sanierung aus eigenen Mitteln gedeckt werden, ist in der Abstimmungsbotschaft nachzulesen. Der Steuerhaushalt der Gemeinde Brienz werde demzufolge nicht belastet.

Der Sanierungskredit von 595’000 Franken für die Instandstellung des Forsthauses ist von den Brienzer Stimmbürgern an der Urne genehmigt worden.
Der Sanierungskredit von 595’000 Franken für die Instandstellung des Forsthauses ist von den Brienzer Stimmbürgern an der Urne genehmigt worden.
Foto: Hans Urfer

«Entspricht Anforderungen nicht»

Die vollständige Sanierung des seit 1986 «im Brunnen» stehenden Forsthauses werde notwendig, da «aus heutiger Sicht und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben das Gebäude den Anforderungen an ein Betriebsgebäude nicht mehr entspricht», hielt der Gemeinderat zuhanden der Stimmbürger unter anderem fest.

So sei die Eternit-Überdachung «teilweise spröde», was bei nasser Witterung das Eindringen von Wasser zur Folge habe. Zudem sei die Gebäudehülle stark abgewittert und weise diverse Risse auf. Die Raumeinteilung entspreche nicht mehr den gängigen Vorschriften. Im Weiteren fehle eine Nasszelle mit Dusche im Forstbereich. Die Elektroheizung sei anzupassen, Heizkörper und Wärmeverteilung müssten ersetzt werden. Für die Sanierung soll ausschliesslich Schweizer Holz verwendet werden.

pd/cb