Zum Hauptinhalt springen

Auch Ronaldo findet kein Mittel gegen Spanien

Zum dritten Mal in Folge steht Spanien im Final einer Endrunde. Der Titelverteidiger eliminiert in Donezk die Portugiesen im Penaltyschiessen 4:2.

Der Moment nach der Erlösung: Cesc Fabregas jubelt nach seinem verwandelten Penalty. Im Elfer-Krimi behält Spanien gegen Portugal mit 4:2 die Oberhand.
Der Moment nach der Erlösung: Cesc Fabregas jubelt nach seinem verwandelten Penalty. Im Elfer-Krimi behält Spanien gegen Portugal mit 4:2 die Oberhand.
Keystone
Engagierter Beginn der Portugiesen: Spaniens Goalie Iker Casillas muss klären.
Engagierter Beginn der Portugiesen: Spaniens Goalie Iker Casillas muss klären.
Reuters
Portugal bleibt die Krönung versagt: Cristiano Ronaldo nach der Niederlage.
Portugal bleibt die Krönung versagt: Cristiano Ronaldo nach der Niederlage.
Reuters
1 / 11

Nach torlosen 120 Minuten musste zum zweiten Mal im Turnier das Penaltyschiessen über den Sieger entscheiden. Das bessere Ende behielten die Spanien für sich. Nach jeweils einer Parade zu Beginn (Xabi Alonso respektive Joao Moutinho scheiterten) wurde Portugals Verteidiger Bruno Alves mit seinem Schuss an die Latte zur tragischen Figur. Spanien gewann das Penaltyschiessen 4:2, ist nun seit 19 Pflichtspielen ungeschlagen und hat die historische Möglichkeit, drei Titel in Folge zu gewinnen. Portugal musste sich im dritten Penaltyschiessen an einem Turnier erstmals geschlagen geben.

Portugals schied nicht chancenlos aus. Vielmehr gelang es in diesem Turnier erstmals einer Mannschaft, die spanischen Angriffe frühzeitig und über eine lange Zeit zu unterbinden. Das Team von Paulo Bento zwang den grossen Nachbarn zu aussergewöhnlich vielen Fehlpässen im Mittelfeld. Die 83,5 Prozent angekommenen Zuspiele in der ersten Halbzeit bedeuteten für Spanien Negativrekord. Dennoch hatte der Titelverteidiger vor der Pause die besseren Chancen. Arbeloa (9.) und Iniesta (29.) schossen drüber, ebenso wie Cristiano Ronaldo auf der Gegenseite (31.).

Offensive Impotenz auf beiden Seiten

Portugal verdiente für seine Spielweise gewiss keinen Schönheitspreis, aber viel Respekt. Es nahm Spanien Raum und Lust, selber trug es aber wenig zu einem ansehnlichen Spiel bei. Bei Ronaldos Freistössen musste Spaniens Goalie Casillas nie eingreifen. 3:2 Torschüsse zu Gunsten Portugals zeigten deutlich auf, was der Partie fehlte: offensive Aktionen.

Alvaro Negredo, der überraschend den Vorzug gegenüber Torres und Fabregas erhielt, wurde nach 22 Ballkontakten und keiner nennenswerten Szene ausgewechselt. Für einmal ging das Experiment von Spaniens Trainer Del Bosque nicht auf. Torszenen bot ohnehin erst die Verlängerung wieder. Die besten Chance der gesamten 120 Spielzeit vergaben Iniesta mit seiner Direktabnahme (105.) und der eingewechselte Navas (111.). Beide scheiterten am ausgezeichnet haltenden portugiesischen Torwart Rui Patricio.

(si)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch