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Auf dem Rasen, der die Welt bedeutet

Am freiburgischen Kulturfestival Belluard wird das Endspiel der Fussball-EM übertragen. Doch was hat Fussball eigentlich mit Kultur zu tun? Ein Gespräch mit dem Berner Literaturwissenschafter und Sportkrimiautor Elio Pellin.

Herr Pellin, was hat Fussball bitte schön mit Kultur zu tun? Elio Pellin: Es kommt drauf an, wie weit man den Kulturbegriff fasst. Kultur als Kunstproduktion – damit hat Sport nichts zu tun. In einem weiteren Sinn, als kulturelle Äusserung, gehört er auf jeden Fall dazu. Der grosse Unterschied: Kultur hinterfragt Denkstrukturen oder Sehgewohnheiten. Sport dagegen darf im Kern keinen anderen Zweck als sich selber haben.

Was heisst das konkret? Man kann einen Freistoss nicht gesellschaftskritisch treten, aber man kann einem Dialog auf der Bühne einen politischen Unterton geben.

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