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LeserreaktionenEs ist übertrieben, wie der Biber geschützt wird

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Ein Biber stand am Anfang dieses Gerichtsfalls (Symbolbild).
Ein Biber stand am Anfang dieses Gerichtsfalls (Symbolbild).
Keystone

Zu «Gerichtsfall: Der Biber, das Loch und der Gemeinderat»

Viele offene Fragen

Der Gemeinderat hat richtig gehandelt und die Gerichtspräsidentin Vernunft gezeigt. Es gibt nämlich viele offene Fragen und keine Zuständigkeiten im Zusammenhang mit dem Biber. Wer haftet, wenn ein land­wirtschaftliches Fahrzeug oder ein Reiter in ein Biberloch einbricht und verunfallt? Die Flurgenossenschaft, der Fahrzeuglenker, der Reiter? Was passiert mit den Drainagen an Gewässern, wenn der Biber diese staut, das Wasser nicht mehr richtig abfliessen kann und dem Landwirt im schlimmsten Fall Schaden wegen stauender Nässe entsteht? Es ist übertrieben, wie der Biber geschützt wird. Dort, wo Schäden entstehen, sollte man – ohne Behördengang und Abklärung – rasch und unkompliziert vorgehen können. Unsere Vorfahren, die in mühseliger Arbeit das Kulturland hergerichtet haben, hätten nur ein Kopfschütteln übrig.

Stefan Brönnimann, Mühlethurnen


Zu
«Coronavirus: Der Galenica-Chef tritt der Hysterie entgegen»

Sich normal verhalten, nicht gierig werden

Sind Hamsterkäufe wirklich nötig? Diese Art von Panik muss aufhören. Was wird mit dem angehäuften Vorrat danach gemacht? Wird wirklich alles verwendet, gegessen und wieder gerecht entsorgt? Versuchen nicht eher die vermögenden Konsumenten mittels angehäuften Vorrats nur für sich zu schauen? Wie viel davon landet wieder im Container, weil es doch nicht gebraucht wurde und nicht mehr schön ist? Diese Panik mit Hamstereinkäufen ist völlig unnötig. Es ist auch gemein denen gegenüber, welche nicht so viel Geld für Grosseinkäufe haben und dann auch noch auf leere Regale treffen. Einfach sich normal verhalten und nicht gierig werden. Auch in dieser Situation und nur das besorgen, was auch wirklich konsumiert wird. Das Leben und dessen Lauf kann schliesslich kein Mensch bestimmen. Die Gesundheit ist nicht käuflich. Und die Stärke oder Länge des Coronavirus können wir nicht beeinflussen. Ein Virus ist kein Krieg.

Martin Fischer, Worb


Zu
«Strategiewechsel: Die Pandemie gerät ausser Kontrolle»

Unzumutbar

Wie paradox ist das denn? Wie kommt es, dass die Devise ausgegeben wird, dass nur noch schwere Fälle von Infizierten der Covid-19 getestet werden sollen? Dies, nachdem andere Länder festgestellt haben, dass gerade frühzeitige und gross angelegte Tests offenbar die Wahl der Stunde sind. Einem Betroffenen kann doch nicht zugemutet werden, einfach zu warten, bis es sicher ist, dass er infiziert ist, aber diese Erkenntnis erst kommt, wenn er bereits ein schwerer Fall ist.

Maya Delaquis, Gwatt/Thun


Zum
Coronavirus

Irritierend

«Der Markt reguliert sich selbst.» Ein Satz, den die Wirtschaftsvertreter oft verwenden, wenn der Staat notwendige Regulierungen vornehmen will, wie beispielsweise bei der Konzernverantwortung. Die Wirtschaft will vom Staat wenig reguliert werden und auch möglichst wenig von ihrem erwirtschafteten Gewinn abgeben. Nun erreicht uns die Corona-Krise. Die Wirtschaft leidet und klopft beim Staat um Unterstützung an. Verständlich, aber irritierend, wenn man wirklich davon ausgeht, dass der Markt sich selber reguliert. Vielleicht wird in dieser Krise auch einigen Wirtschaftsleuten klar, dass dieser Satz wohl eher ins Reich der Märchen gehört.

Dora Kaiser, Thun


Zu
«Kleintierklinik: Was wir uns für unsere Haustiere alles einfallen lassen»

Auch in der Schweiz gibt es viele Tiere in Not

«Wäre es nicht ethischer, den Betrag Menschen in Not zukommen zu lassen?» Diese Frage stellt sich für die Autorin zu Beginn des Artikels. Ich stosse mich an dieser Frage. Für die Menschen wird sehr viel getan (man denke da nur an «Jeder Rappen zählt»), das ist auch gut so. Aber die Tiere sind unsere Mitgeschöpfe, und es gibt auch in unserem Land sehr viele Tiere in Not. Die Tiere geben uns viel, und sie haben die Sensibilität, die viele Menschen leider nicht mehr haben. Es gibt auch Leute, die im täglichen Leben auf viel verzichten, damit sie Tieren helfen können. Nicht mehr Liebe, Vernunft und Respekt dem Tier gegenüber ist es für mich, wenn der Mensch nicht loslassen, das Tier um jeden Preis am Leben erhalten will, obwohl es nur noch leidet.

Annemarie Özdemir, Rüfenacht