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Ein Jahr CoronaSo fing es an – mit Paziente Numero uno

Am 25. Februar 2020 erreichte das Virus die Schweiz offiziell: der erste Corona-Patient im Tessin. Der Kanton meisterte die erste Welle gut, doch sein Verhältnis zur Eidgenossenschaft hat gelitten. Warum wir mehr auf die Südschweizer hören sollten.

Schwere Zeiten auf der Intensivstation. So sah es Ende März 2020 im Moncucco-Spital von Lugano aus.
Schwere Zeiten auf der Intensivstation. So sah es Ende März 2020 im Moncucco-Spital von Lugano aus.
Foto: Valeriano Di Domenico

Sonntagmorgen, 23. Februar 2020. Er kommt mit dem Auto, chauffiert von seiner Frau. 70 Jahre alt, Mediziner aus dem Südtessin. Nach ein paar Tagen mit Grippesymptomen steht dieser Mann beim Empfang des Luganeser Spitals Moncucco und spricht von etwas «febbre», Fieber. Er sei nach einem Medizinerkongress in Mailand krank geworden, meldet er. Zwei Tage später wird die ganze Schweiz davon erfahren.

Pietro Antonini hat an diesem Sonntag Dienst. Der erfahrene Arzt ist es, der diesem Mann in der Garage, die zur Covid-Aufnahme umfunktioniert worden ist, die Temperatur misst, den PCR-Test macht. Antonini tut das routiniert. Seit mehreren Tagen behandelt er bereits solche Patienten. Bisher sind aber immer alle Covid-negativ. So auch der fiebrige Chinese aus Norditalien, der Anfang Februar über Umwege aus Wuhan ins Tessiner Spital gekommen war.

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