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Dubiose GeschäfteErster Masken-Wucherer verurteilt

Die Thurgauer Staatsanwaltschaft griff gegen einen Händler durch. Doch die meisten krummen Angebote blieben ohne Konsequenzen. Daten der Zollverwaltung zeigen, dass überteuerte Masken vor allem an ärmste Länder gingen.

Bis zu 100 Franken: Diese Masken beschlagnahmte die Polizei in Kreuzlingen TG.
Bis zu 100 Franken: Diese Masken beschlagnahmte die Polizei in Kreuzlingen TG.
Foto: Kapo Thurgau

Auf seine Ware sind die Menschen verzweifelt angewiesen. Aber es gibt sie kaum noch. Also drückt der 37-Jährige den Preis unerbittlich nach oben. Am Schluss verlangt er bis zu 100 Franken. Für eine einzige Schutzmaske.

Das Angebot ist derart überrissen, dass statt einem Käufer die Kantonspolizei Thurgau zu Besuch kommt. Sie verzeigt den Onlinehändler im März wegen Wucher. Und beschlagnahmt nach einer Hausdurchsuchung über 300 Masken.

Vernichtet werden sie nicht, sondern dem Kanton übergeben. Denn zu jener Zeit handelt es sich um Mangelware. Die Bestände sind schweizweit so knapp, dass der Bund keine Maskenempfehlung für die Bevölkerung aussprechen kann. Stattdessen braucht es Spendenaufrufe: «Personen, die viele Masken zu Hause haben, könnten sie zum Beispiel den lokalen Altersheimen schenken», twittert das Bundesamt für Gesundheit am 24. März. «Dort werden sie gebraucht.»

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