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Skilegende Hermann MaierEr war fast tot und machte sich unsterblich

Mit dem Comeback nach seinem fürchterlichen Motorradunfall bewegte Hermann Maier vor 18 Jahren die Sportwelt – und liess ganz Adelboden in Hysterie verfallen.

Flog in Nagano 1998 durch die Lüfte und fand trotzdem wieder zu alter Stärke zurück: Hermann Maier.
Flog in Nagano 1998 durch die Lüfte und fand trotzdem wieder zu alter Stärke zurück: Hermann Maier.
Foto: Carl Yarbrough (Getty Images)

Adelboden drehte durch. Wegen eines einzigen Mannes. Hermann Maier war zurück im Weltcup, nach 675 Tagen Absenz. Es war im Januar 2003, und Rennchef Hans Pieren sagte: «Es ist das grösste Geschenk, das Österreich der Schweiz je gemacht hat.»

17’500 Zuschauer bildeten eine Rekordkulisse, und das an einem Dienstag. Weil Maier das Berner Oberland ausgesucht hatte, um sich wieder auf der Bühne zu präsentieren, die jahrelang ihm gehört hatte. 17 Monate zuvor war es nicht um Hundertstel, sondern um Leben und Tod gegangen.

Mit dem Motorrad verunfallte der Salzburger schwer, beim Überholen wurde er von einem falsch abbiegenden Auto erfasst. Der Unterschenkel war nicht bloss gebrochen, sondern fast abgerissen vom Rest des Körpers. Leber und Nieren waren beschädigt, es drohte nicht nur die Amputation des rechten Beines, sondern gar multiples Organversagen. Zweimal musste Maier wiederbelebt werden.

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