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Unihockey: Floorball Köniz mit MoralEnergie bis zum Schluss

Floorball Köniz hat im Playoff-Viertelfinal gegen Zug verkürzt. Die Berner zeigten in Spiel 3 einen starken Teamspirit und drehten einen Rückstand kurz vor Schluss in einen 5:3-Sieg.

Matchwinner. Zwei Treffer von Yann Ruh brachten für Floorball Köniz die Wende im dritten Playoff-Spiel gegen Zug United.
Matchwinner. Zwei Treffer von Yann Ruh brachten für Floorball Köniz die Wende im dritten Playoff-Spiel gegen Zug United.
Freshfocus

Die dritte Niederlage im dritten Playoff-Vergleich mit Zug United drohte. Nur noch sechs Minuten verlieben auf der Matchuhr. Doch die Akteure von Floorball Köniz legten eine starke Körpersprache an den Tag und zapften nochmals alle Energiereserven an, um den 2:3-Rückstand doch noch in einen Sieg zu transformieren. Und vielleicht war auch ein Stückchen vom berühmten Mute der Verzweiflung dabei, als Stürmer Yann Ruh den Lochball in der 54. Minute mit brachialer Gewalt zum 3:3-Ausgleich in den Zuger Netzhimmel jagte.

Die Energie der Könizer war nun bis unter das Hallendach spürbar und schwappte auf das Publikum über, das die Berner lauthals nach vorne trieb. Und tatsächlich gelang die Wende zum Sieg eine Minute vor der Schlusssirene. Wieder war es Yann Ruh, der den Ball am zuvor oft überragend haltenden Zuger Schlussmann Petter Nilsson zur 4:3-Führung ins Tor nagelte. Andreas Nordh gelang kurz darauf sogar noch das 5:3 ins verwaiste Gehäuse der Zentralschweizer. «Wir wollten diesen Sieg unbedingt und es ist befriedigend, dass wir uns für unsere Moral belohnen konnten», sagte Captain Stefan Castrischer, der nun hofft, «dass dieser Sieg für den weiteren Verlauf der Serie die nötige Lockerheit ins Team bringt, um auch wieder einfacher zu Toren zu kommen.»

Maximaler Fokus

Nach den zwei Niederlagen zum Start des Playoffs, hatten die Könizer im Vorfeld des dritten Spiels gemäss Castrischer im mentalen Bereich gearbeitet. «Wir wollten die Gedanken einzig und allein auf dieses dritte Spiel lenken. Und nur auf dieses dritte Spiel. Damit wir von der ersten Sekunde an parat sein würden.» Der Plan ging auf. Konzentriert, willig und energiegeladen starteten die Berner Vorstädter in den für sie so essentiellen dritten Vergleich. Nach 52 Sekunden zappelte der Ball nach einem Schlenzer von Topskorer Stefan Hutzli schon im Netz der Zentralschweizer.

Wer dachte, Cupsieger Zug würde sich nun abkochen lassen, sah sich indes eines Besseren belehrt. Den Innerschweizern gelang es, die Könizer Anfangseuphorie einzudämmen. Und als die Zuger in der 10. Minute den 1:1-Ausgleich buchten, war der Status Quo in der Serie wieder erreicht. Wie in den ersten zwei Spielen ging es nun eng und verbissen zu und her. Mit optischen Vorteilen für Köniz zwar, aber auch mit Zugern, die sich vehement wehrten und mit Petter Nilsson einen Goalie in ihren Reihen hatten, der viele überzeugende Paraden zum Besten gab.

Grosser Jubel. Die Könizer belohnten sich für ihre Moral in der Schlussphase und feierten zusammen den Sieg.
Grosser Jubel. Die Könizer belohnten sich für ihre Moral in der Schlussphase und feierten zusammen den Sieg.
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Ruh hofft auf Wendepunkt

Es dauerte bis zur 31. Minute, ehe der schwedische Torhüter ein zweites Mal bezwungen war. Andreas Nordh reagierte auf einen Zuger Ballverlust schnell und zog direkt aufs Tor. Seinen Querpass vollstreckte Silvan Bolliger zum 2:1. Erneut reagierten die Zuger blendend und realisierten nur zwei Minuten später den Ausgleich.

Die Innerschweizer verteidigten ihre eigene Zone auch in der Folge mit Haut und Haar. Und sie setzten punktuell und meistens nach Kontern offensive Nadelstiche, wobei Severin Niggs Tor zum 3:2 in der 49. Minute die Zuger sogar ganz nahe an den dritten Sieg in Folge brachte, der angesichts der Ausgeglichenheit beider Teams vielleicht die Vorentscheidung in dieser Serie bedeutet hätte. Dank grosser Moral kämpfte sich Köniz zurück und tankte überdies Selbstvertrauen für die nächsten Partien. «Die Erlösung ist gross und wir hoffen, dass dieser Sieg uns moralisch noch stärker macht und ein Wendepunkt in der Serie bedeutet», sagte Matchwinner Yann Ruh.