Zum Hauptinhalt springen

Putin verspottet englische Hooligans

Russlands Präsident hat die Krawalle bei der Fussball-EM verurteilt, zugleich aber vor einer Überbewertung der Rolle russischer Hooligans bei den Ausschreitungen gewarnt.

Ausschreitungen ohne Ende: Auch vor dem Nachbarduell Ukraine - Polen ist es zu Krawallen in Marseille gekommen. (21. Juni 2016)
Ausschreitungen ohne Ende: Auch vor dem Nachbarduell Ukraine - Polen ist es zu Krawallen in Marseille gekommen. (21. Juni 2016)
Jean-Christophe Magnenet, AFP
Russlands Präsident Wladimir äusserte die Hoffnung, dass die russischen Fans sich beim letzten Vorrunden-Spiel ordentlich benähmen. (18. Juni 2016)
Russlands Präsident Wladimir äusserte die Hoffnung, dass die russischen Fans sich beim letzten Vorrunden-Spiel ordentlich benähmen. (18. Juni 2016)
Alexander Zemlianichenko, Keystone
Auch nach dem Spiel kam es am alten Hafen von Marseille erneut zu Auseinandersetzungen.
Auch nach dem Spiel kam es am alten Hafen von Marseille erneut zu Auseinandersetzungen.
Keystone
1 / 17

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Krawalle bei der Fussball-EM in Frankreich verurteilt, zugleich aber vor einer Überbewertung der Rolle russischer Hooligans bei den Ausschreitungen gewarnt. «Die Gewalt zwischen russischen und englischen Fans war eine Schande», sagte Putin heute bei einem Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

«Aber ich verstehe wirklich nicht, wie 200 von unseren Fans mehrere tausend Engländer zusammenschlagen konnten», fügte Putin unter dem Gelächter und dem Applaus seiner Zuhörer hinzu. Ausserdem müsse der Umgang der Polizei und der Gerichte «bei allen Vergehen gleich sein».

Putin äusserte die Hoffnung, dass die russischen Fans sich beim letzten Vorrunden-Spiel ordentlich benähmen: «Ich hoffe, dass Leute mit kühlem Kopf unter ihnen sind, die den Sport wirklich lieben und verstehen, dass jedes Vergehen ihre Lieblingsmannschaft nicht unterstützt, sondern dem Team und dem Sport schadet.» Die russische Nationalmannschaft muss in ihrem letzten Vorrundenspiel, das am Montagabend (21.00 Uhr) in Toulouse stattfindet, gegen Wales gewinnen, um ihre Chance auf das Achtelfinale zu wahren.

Organisierte Schlägertruppe

Bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen englischen und russischen Fans waren am Samstag in Marseille 35 Menschen verletzt worden, einige davon schwer. Die Gewalt ging offenbar vor allem von organisierten russischen Hooligans aus, fast alle Verletzte waren Engländer. Da russische Fans auch im Stadion los prügelten, droht der europäische Fussballverband Uefa Russland mit dem Ausschluss aus dem Turnier, sollte sich derartiges wiederholen.

Am Donnerstag wurden in Frankreich drei russische Hooligans wegen der Krawalle zu Strafen zwischen einem und zwei Jahren Haft verurteilt. 20 weitere, unter ihnen der Chef der Vereinigung russischer Fussballfans, der Nationalist Alexander Schprygin, wurden des Landes verwiesen und sollten am Samstag ausgeflogen werden, wie das russische Aussenministerium mitteilte. Russland ist 2018 Gastgeber der Fussball-WM.

AFP/nag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch