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Mamablog: Interview zum Elternnotruf «Eltern suchen den Fehler oft bei sich»

Ob trotzender Dreijähriger oder kiffende Jugendliche: Ein aufmerksamer Zuhörer kann helfen, die eigenen Gedanken zu ordnen.

Frau Müller, Sie haben im Juli 2020 die Co-Leitung des Elternnotrufs übernommen. Warum liegt Ihnen die Not von Eltern am Herzen?

Wenig bringt Menschen so an ihre persönlichen Grenzen wie das Elternsein. Das erlebe auch ich selbst als Mutter. Darum setze ich mich dafür ein, dass Eltern in ihren Fragen und Sorgen unterstützt werden.

Nehmen wir mal an, eine Mutter sei am Anschlag. Das Baby schreit, die Zweijährige trotzt, mit dem Mann streitet sie. Als dann auch noch die Lehrerin des Achtjährigen anruft, weil dieser Mist gebaut hat, fällt ihr Blick auf den Wäscheberg und sie bricht in Tränen aus. Sie hat keine Ahnung, wie sie das alles weiter stemmen soll. Was könnte ihr in diesem Moment ein Anruf beim Elternnotruf bringen?

Ihre eigene Situation einem Gegenüber zu schildern, das sich voll auf ihre Seite stellt und ihre grosse Aufgabe wertschätzt, kann sie bereits entlasten. Danach könnte man gemeinsam versuchen, den unüberwindbar scheinenden Berg in kleine Teilaufgaben zu strukturieren, so dass sie wieder Licht am Ende des Tunnels sieht.

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