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Anlage in MattenEissportzentrum Jungfrau bleibt auf Kurs

An der Generalversammlung der Eissportzentrum Jungfrau AG winkten die Aktionäre alle Anträge der Verwaltung ein-stimmig durch. Präsident bleibt Roger Berthoud.

Das Eissportzentum in Matten bei Interlaken.
Das Eissportzentum in Matten bei Interlaken.
Foto: Bruno Petroni

«Wegen des Coronavirus mussten wir im Frühjahr die Halle früher als geplant schliessen und einige Turniere absagen», erklärte Präsident Roger Berthoud in seinem Jahresbericht. Am Mittwoch fand im Kirchgemeindehaus Matten die ordentliche Generalversammlung der Eissportzentrum Jungfrau AG statt. Mit vier Aktionären, die gesamt 6280 Stimmen vertraten, war die Versammlung beschlussfähig. Sämtliche Anträge der Verwaltung, etwa die Kenntnisnahme des Jahresberichts und die Genehmigung der Jahresrechnung 2019/2020, die Entlastung der Verwaltung oder das Budget 2020/2021, winkte der Souverän einstimmig durch.

Schutzkonzept greift

Berthoud: «Wir mussten ein Corona-Schutzkonzept für die Hallennutzer erstellen, dieses ist aufgeschaltet auf unserer Website. Gemäss Betriebsleiter Andreas Waser funktioniert die Einhaltung sehr gut.» Die Sanierung des Eissportzentrums beschäftigte den Verwaltungsrat ebenfalls. Eine Machbarkeitsstudie, erstellt von Patrick Gurtner von der Firma Universal AG, lud die Hallennutzer zur Mitwirkung ein.

«Wir versuchen, die Finanzlage im Griff zu behalten mit Personal-, Energie- und Unterhaltskosten.»

Simon Ingold, Verantwortlicher Finanzen

«Das grosse Interesse aller Clubs hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», so der Präsident. Nach Auswertung der Nutzervorschläge plane man nun die Finanzierbarkeit und die zeitliche Umsetzung in Absprache mit dem Eigentümer und den Gemeinden.

Score-Anzeige digital

In der Curlinghalle hat man die alten schweren Spiegel mit den analogen Scoreboardtafeln durch eine digitale Anzeige ersetzt. Berthoud: «Ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Bereich Dienstleistungsverbesserung im Eissportzentrum.»

Die Betriebsrechnung 2019/2020 schliesst bei einem Aufwand von 486’842 Franken mit einem Minus von 115’832 Franken, 65’000 Franken besser als im Vorjahr. Der Verlust beträgt 45’940 Franken. «Vor Abschreibungen haben wir eine schwarze Null geschrieben», so der Finanzverantwortliche Simon Ingold.

Roger Berthoud wurde als Präsident der Eissportzentrum Jungfrau AG bestätigt.
Roger Berthoud wurde als Präsident der Eissportzentrum Jungfrau AG bestätigt.
Foto: Monika Hartig

Für das Geschäftsjahr 2020/ 2021 erwarte man weniger Ertrag aus Curlingturnieren. Budgetiert ist bei einem Aufwand von 490’000 ein Betriebsergebnis von –128’000 und ein Minus vor Abschreibungen von etwa 12’000 Franken. Ingold: «Wir versuchen, die Finanzlage im Griff zu behalten mit Personal-, Energie- und Unterhaltskosten.»

Kritik vom Bistro-Betreiber

In globo wählte der Souverän folgende Verwaltungsratsmitglieder für ein weiteres Amtsjahr: Jürg Paul Etter (Bau), Marcel Gosteli (Verbindung Nutzer), Simon Ingold (Finanzen), Martin Alexander Moser (Marketing und Grafik), Oliver Geringer (Gemeindevertreter) und Philippe Ritschard (Vizepräsident/Gemeindevertreter). Ebenso wurde Präsident Roger Berthoud im Amt bestätigt: «Danke für das Vertrauen, ich gebe mir Mühe.» Die Triva Treuhand AG Interlaken bleibt weiterhin Revisor.

Unter Varia meldete sich Urs Frey, Betreiber des Curling-Bistro im Eissportzentrum, zu Wort: «Wir gehören nicht so richtig dazu. Es geht einfach nicht, dass wir für alles bezahlen und sämtliche Bewilligungen haben müssen, während das für den Bowls Club Jungfrau nicht gilt.» Auch werde das Curling-Bistro über Veranstaltungen wie das Trychlerfest 2019 nicht vorab informiert. Präsident Berthoud: «Wir sind sehr dankbar und zufrieden, wie das Bistro läuft und das Angebot funktioniert.» Vizepräsident Ritschard und Betriebsleiter Waser werden demnächst das Gespräch mit dem Bowls Club suchen.