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Kampf um LigaerhaltEin Zeichen gesetzt

Die Tigers Langnau gewinnen das erste Spiel der Playout-Serie gegen den UHC Thun 7:1. Das deutliche Resultat trügt aber, denn auch die Oberländer hatten ihre Chancen.

Die Langnauer Christian Beer (links) und Mathias Steiner bejubeln den ersten Sieg in der Playout-Serie.
Die Langnauer Christian Beer (links) und Mathias Steiner bejubeln den ersten Sieg in der Playout-Serie.
Bild: Andreas Blatter

Der Schaden war längst angerichtet. Die Schrecksekunde aber erlitt der UHC Thun erst, als Ersatz-TopskorerJan Rehor fünf Minuten vor Schluss umknickte und einen Moment liegen blieb. Ein Ausfall des Tschechen wäre für den UHC fatal, weil mit David Simek ihr eigentlicher Topskorer bereits verletzungsbedingt fehlt. Thun-Trainer Hans-Roland Meyer gibt nach Spielschluss Entwarnung: «Jan lief vorhin wieder. Er wird nächsten Samstag dabei sein.» Während des Matchs blieb Rehor mehrheitlich blass und konnte die letztendlich klare 1:7-Niederlage gegen die Tigers nicht verhindern.

Lange agierten beide Teams in dieser ersten Partie der Playout-Serie eher defensiv und ängstlich davor, Fehler zu machen. «Eigentlich das Gegenteil, was wir angestrebt hatten. Dies war wohl unserer Nervosität geschuldet», erklärt Thun-Goalie Sven Körner. Im gegnerischen Lager spricht Tigers-Stürmer Simon Flühmann von einem gelungenen Matchplan: «Nach der Niederlage vor einer Woche wollten wir die Thuner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen.»

Wichtige Special Teams

In den ersten Minuten legten die Emmentaler deswegen vorab den Wert auf den Ballbesitz. Symptomatisch für die passive Startphase war die erste Torannäherung nach fast drei Minuten. Den Bann brach dann Topskorer Flühmann im Powerplay, als er mittels «Buebetrickli» die Führung für Langnau erzielte. Bis zu diesem Moment liess Tigers-Trainer Mathias Gafner nur zwei Linien auf das Feld.

Ein Eigentor der Langnauer – ebenfalls in Überzahl – brachte den Thunern in der 15. Minute den Ausgleich. Doch Christian Beer hatte noch im ersten Drittel eine Antwort parat und schloss eine schön herausgespielte Kombination mit einem Direktschuss zum 2:1 ab.

Auch im zweiten Drittel priorisierten die Mannschaften zunächst die Verteidigungsarbeit. Ein weiteres Powerplay nutzte Simon Steiner kurz nach Spielmitte zum 3:1. «Die dummen Strafen müssen wir sofort abstellen», sagt Körner.

Drei Doppeltorschützen

Verteidiger Beer avancierte in der 38. Minute zum Doppeltorschützen und sorgte so für die Vorentscheidung. Im letzten Abschnitt jagte Lukas Meister den Lochball zweimal innert sechs Minuten ins Tornetz. Den Schlusspunkt zum 7:1 setzte Simon Steiner – ebenfalls zweifacher Torschütze – mit einem Schuss aus der Distanz. «Der Sieg der Tigers fiel am Schluss etwas gar hoch aus. Ob wir 7:1 oder 20:1 verlieren, spielt in einer Serie aber absolut keine Rolle», sagt Thun-Trainer Meyer.

Ähnlich sieht es Körner. «Wir sind nicht chancenlos gewesen», und blickt bereits voraus: «Zu Hause in Thun – vor eigenem Publikum –, das wird uns zusätzlich anspornen.» Langnaus Trainer Gafner sieht vor allem in der Präzision der Pässe noch Luft nach oben. «Dadurch entstanden viele unnötige Ballverluste.» Die Partie am nächsten Samstag wird laut Gafner wegen des speziellen Bodens und den lauten Zuschauern schwieriger für sein Team. «Aber Angst vor einer Niederlage habe ich nicht.»