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Weltumsegler Alan Roura«Ich dachte: Uff, meine Tochter wird mich nicht mehr kennen»

In drei Monaten hat der Genfer die Welt auf einer Jacht umrundet. Er weinte viel und stellte sich die Sinnfrage. Nur wegen der Tochter gab er nicht auf.

Er bändigt die Wellen: Extremsegler Alan Roura hat die Vendée Globe zum zweiten Mal beendet.
Er bändigt die Wellen: Extremsegler Alan Roura hat die Vendée Globe zum zweiten Mal beendet.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

Sie verbrachten 95 Tage auf den Weltmeeren. Haben Sie mehr gelacht oder geweint?

Ich lachte viel. Aber manchmal war es ein gequältes Lächeln. Tränen gab es immer wieder, manchmal konnte ich kaum mit dem Weinen aufhören. Ich schäme mich nicht dafür. Es gab Momente, da befand ich mich in einem Loch.

Wie tief steckten Sie drin?

Es war schwierig, manchmal stand ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Der Kiel und seine Hydraulik waren beschädigt, wegen einer defekten Dichtung regnete es Öl im ganzen Boot. Alles war verschmiert, die Bildschirme, der Schlafsack, die Kleider. Es stank fürchterlich, auch nach stundenlangem Putzen. Ich war verzweifelt, hatte zu nichts mehr Lust. Dazu kam der Frust, weil früh klar war, dass ich mein Ziel verpassen würde.

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