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Leserreaktionen«Doppelte Egoisten und Ignoranten»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Quarantäne-Sünder erhitzen die Gemüter der Leserschaft.
Die Quarantäne-Sünder erhitzen die Gemüter der Leserschaft.
Reuters

Zu: «Nun formieren sich die 5G-Befürworter»

Gut ausgebaute Infrastruktur nutzen

Der Verband der Telekommunikation Asut will die Diskussion um 5G versachlichen. Jedoch wird die Bevölkerung mit Meldungen wie «Der Ausbau von 5G braucht über 26'000 neue Sendemasten oder eine Anpassung der Grenzwerte» verunsichert. Eine Erhöhung der Grenzwerte um Faktor 3 würde den Mobilfunkbetreibern erlauben, ihre Sendeleistungen um das 9-fache zu erhöhen. Die Schweizer Bevölkerung hätte dadurch die höchste Strahlenbelastung in Europa. Die Mobilfunkbetreiber beabsichtigen, ein flächendeckenden 5G-Netz aufzubauen, um die ganze Schweiz bis in die Untergeschosse zu versorgen. Über dieses Netz sollen aus Gründen des Wettbewerbs TV, Internet und Telefon übertragen werden. In der Schweiz verfügen wir über eine gut ausgebaute Infrastruktur von Kabelnetzen und Glasfaserkabeln für die Übertragung von TV, Internet und Festnetz-Telefon. Würden wir diese nutzen, könnte das 5G-Netz wesentlich kleiner dimensioniert werden.

Peter Schenk, Thun

Zu: Erste Quarantäne-Sünder erwischt

Vor Rücksichtslosigkeit geschützt werden

Für mich sind die Quarantäne-Verweigerer doppelte Egoisten und Ignoranten. Einerseits können sie jeden von uns anstecken, falls sie infiziert sind. Und andererseits fehlen sie allenfalls am Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber hat womöglich schwierige Monate hinter sich und etliches getan, um Arbeitsplätze zu sichern. Es muss möglich sein, alle zu kontrollieren. Und wenn nötig gibt es eine Busse von mindestens 10’000 Franken, oder Gefängnis. Vor solcher Rücksichtslosigkeit müssen wir alle geschützt werden, und wir in der Risikogruppe besonders.

Elsbeth von Ballmoos, Schüpbach

Soviel Selbstdisziplin

Jeder, der aus einem Risikoland einreist, sollte soviel Selbstdisziplin haben und aus Rücksicht auf Mitmenschen in Quarantäne bleiben. Personen, welche gegen diese Regeln verstossen, gehören gebüsst.

Onlinekommentar von Constantin Katsoulis

Saftige Bussen

Ich hoffe doch stark, dass hier saftige Bussen ausgesprochen werden, die richtig weh tun. Wenn diese Menschen am Schluss noch ungestraft davon kommen und sich das herumspricht, kann man diese Quarantäne-Regeln gleich abschaffen. Wer sollte sich dann noch daran halten?

Onlinekommentar von Sascha Wildi

Das Beispiel Thailand

Die Selbstanmeldung der Reisenden aus Risikoländern und die stichprobenartigen Kontrollen sind blanker Hohn. In Thailand werden Einreisende aus Risikoländern am Flughafen abgefangen und in ein Testspital gefahren, wo sie solange bleiben, bis das Testresultat vorliegt. Unabhängig vom Resultat werden sie in ein staatlich kontrolliertes Hotel nach ihrer Wahl verlegt, wo sie ihr Zimmer - bis auf eine Stunde Spaziergang im Hotelpark - zehn Tage nicht verlassen dürfen. Spital- und Hotelaufenthalt werden dem Gast in Rechnung gestellt.

Onlinekommentar von Bernhard Strässle