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Ein fotografisches Sackmesser

Möglichst viele Foto- und Filmfunktionen in einem einigermassen kompakten Gehäuse vereint: Das erwartet man von einer Reisekamera. Die Panasonic FZ2000 versucht den Spagat. Ob dieser gelingt?

Die Panasonic FZ2000 ist bei Onlinehändlern für rund 1000 Franken ­erhältlich.
Die Panasonic FZ2000 ist bei Onlinehändlern für rund 1000 Franken ­erhältlich.
Fritz Lehmann
Detailreiche Aufnahmen mit hellen und dunklen Bildanteilen meistert die Panasonic gut.
Detailreiche Aufnahmen mit hellen und dunklen Bildanteilen meistert die Panasonic gut.
Fritz Lehmann
Die Farben werden natürlich wiedergegeben.
Die Farben werden natürlich wiedergegeben.
Fritz Lehmann
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Sommerzeit ist Ferienzeit. Die schönsten Tage des Jahres möchte man in Bildern festhalten, gerne dürfen es auch ein paar schöne Filme sein. Doch was packt man ein: die Spiegelreflexkamera?

Obwohl in Sachen Bildqualität unbestritten die erste Wahl, ist sie es wegen ihrer Grösse und ihres Gewichts meist nicht. Kompaktkamera? Zwar lassen sich die Knipsomaten einfacher bedienen als die Smartphone-Kamera, doch die Bildqualität und die Einstellungsmöglichkeiten genügen meist nicht.

Kein Leichtgewicht

Als Alternative bieten sich sogenannte Bridgekameras an: Nicht ganz so gross wie eine Spiegelreflex, aber mit einem Zoombereich, der bei erstgenannten schon einen Objektivwechsel voraussetzt. Dazu eine ordentliche Haptik und die Möglichkeit, Filme zu drehen. Das alles vereint die Panasonic FZ2000.

Ein Leichtgewicht ist sie mit knapp einem Kilo nicht, dafür wurde an technischen Möglichkeiten alles reingepackt, was momentan machbar ist. Ein Zoom von 24 bis 480 Millimeter mit einer Anfangslichtstärke von 2.8. Ein hochauflösender digitaler Sucher, ein klapp- und schwenkbarer Touchscreen, Mikrofon- und Kopfhöreranschlüsse, eingebaute Graufilter, die Möglichkeit hochauflösende 4K-Videos aufzunehmen und daraus sogar Bilder zu extrahieren, und, und, und.

Wer sich eingehend mit der Kamera beschäftigen will, muss sich in die Bedienungsanleitung einlesen. Aber: Gute Fotos gelingen auf Anhieb, meist im Automatikmodus. Die Kamera nur so zu verwenden, würde ihr aber nicht gerecht. Denn sie kann auch RAW-Aufnahmen aufzeichnen, aus denen sich in der nachträglichen Bildbearbeitung das eine oder andere Quäntchen Bildqualität rauspressen lässt.

Doch ist der wichtigste Punkt nicht die Bildqualität bei einer Kamera? Mit gut 20 Millionen Bildpunkten und einem 1-Zoll-Sensor sind die meisten Bilder ohne Fehl und Tadel: Farben werden sauber wiedergegeben, sie schafft auch die Balance in kon­trastreichen Motiven.

Der Autofokus sitzt meist. Wenn es dunkler wird, beginnt der Sensor zwar aufgrund der Grösse zu rauschen; er schlägt sich aber wacker. Der gut arbeitende Bildstabilisator hilft ebenfalls mit, dass stimmungsvolle Bilder gelingen.

Sicher ist: An eine Spiegel­reflexkamera kommt die Panasonic nicht heran. Doch für das private Fotoalbum und hin und wieder auch einen etwas grossformatigeren Druck liefert die Kamera mehr als genügend gutes Ma­terial.

Grosse Flexibilität

Punkten kann die FZ2000 vor allem bei der Flexibilität. Von Weitwinkel- bis Teleaufnahmen – und mit einer Naheinstellgrenze von 30 Zentimetern durchaus auch tauglich für Makroaufnahmen – deckt sie alle Wünsche von Hobby- und auch engagierten Fotografen ab.

Einzige Alternative auf dem Markt mit gleicher Ausstattung ist die Sony RX10 Mark III. Nikon hat die Einführung einer angekündigten ähnlichen Kamera aus Profitabilitätsgründen in diesem Jahr abgesagt.

Filmen in Zeitlupe

Wer auch noch Filme drehen will, der ist definitiv auf der sicheren Seite bei der Panasonic: Neben der erwähnten 4K-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde kann man auch Full-HD-Aufnahmen machen.

Die Bildrate lässt sich zwischen 2 und 120 Bildern pro Sekunde variieren, sodass auch Zeitlupen- oder Zeitraffervideos gelingen. Und natürlich gehört auch kabellose Bildüber­tragung und Fernsteuerung per Smartphone zum Funktionsumfang. So viel Technik in einer halbwegs transportierbaren Form, da ist man für jede grössere und kleinere Reise bestens gewappnet.

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