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Wie gut ist das Amazon-Smartphone?

Das erste Telefon des Onlinehändlers wird ab morgen in den USA verkauft. Das kritisieren amerikanische Journalisten am Fire Phone.

Eine rhetorische Frage zu Beginn der Veranstaltung: Amazon-CEO Jeff Bezos bei der Präsentation in Seattle.
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Keystone
Natürlich zeigt Jeff Bezos ein neues Telefon, das Fire Phone.
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Dafür gibt es den Abo-Service Prime ein Jahr gratis dazu.
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Vor einem Monat hat Amazon sein erstes Smartphone vorgestellt (Feuer frei: Amazon hat jetzt ein Smartphone). Nun, da das Fire Phone morgen in den USA ausgeliefert wird, haben zahlreiche Zeitungen und Blogs ihre Kritiken veröffentlicht.

Das «Wall Street Journal» fasst den generellen Eindruck gut zusammen: «Das Fire Phone hat viel technischen Schnickschnack. Das macht einen cleveren Eindruck – etwa einen Tag lang.»

Besonders häufig werden dann auch die bei der Präsentation von Amazon-Chef Jeff Bezos am lautesten beworbenen Neuerungen kritisiert. Die dynamische 3-D-Perspektive sei eine Spielerei und Firefly, die Scanner-App, die die Welt zu einem Amazon-Schaufenster macht, sei unzuverlässig.

Mithilfe von vier Kameras und Bewegungssensoren simuliert das Fire Phone eine Art 3-D. Je nachdem wie man seinen Kopf hält, verändert sich die Perspektive. Mit Firefly kann man Gegenstände fotografieren und bekommt anschliessend Informationen und eine Kaufmöglichkeit angezeigt.

Problem am Frühstückstisch

Im Test von Walt Mossberg von «Recode» erkannte Firefly zwar die eine Frühstücksflockenpackung, aber eine andere nicht. Auch die Schachtel des Samsung Galaxy S5 wurde nicht erkannt. Nicht einmal die E-Mail-Adresse auf der Visitenkarte eines Amazon-Angestellten konnte die App richtig einlesen.

Der Video-Test von Walt Mossberg.

Die «New York Times» schliesst sich der Kritik an Firefly und der 3-D-Perspektive an und streicht andere Funktionen hervor. Besonders gefällt dem Kritiker die Mayday-Funktion. Damit kann man sich auf Knopfdruck mit dem Amazon-Kundendienst verbinden lassen. «Mayday wird sich als eine der besten Smartphone-Funktionen überhaupt etablieren.»

Uneinigkeit bei der Bedienung

Ebenfalls positiv erwähnt die «New York Times» die einfache Bedienung. Dazu gibt es aber auch kritische Stimmen. Das Onlinemagazin «The Verge» etwa findet die Bedienung nicht intuitiv und zu kompliziert.

Einig sind sich dafür die meisten Kritiker bei der Kamera und vor allem beim unerschöpflichen Onlinespeicher für Fotos. «Alles in allem hat Amazon einen guten Job gemacht mit seiner ersten Smartphone-Kamera», fasst «Ars Technica» den Eindruck zusammen.

Das Onlinemagazin weist aber noch auf einen anderen kritischen Punkt hin. «Wir zögern, eine neue Plattform zu empfehlen, bevor das Unternehmen bewiesen hat, dass es einen langen Atem hat.» Das App-Angebot sei noch nicht so gut wie bei Googles Android-Version oder iOS. Amazon nutzt nämlich für sein Telefon eine eigene Android-Version und einen eigenen App-Store. Darum sind nicht alle Android-Apps auch fürs Amazon-Telefon erhältlich.

Das Onlinemagazin «Engadget»geht noch einen Schritt weiter als «Ars Technica» und empfiehlt: «Besser auf das Fire Phone 2 warten.»

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