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Wer telefoniert noch mit einem Blackberry?

Wenige Wochen vor dem Start des neuen Betriebssystems von Research in Motion (RIM) gibt es neue Sorgen um die zukünftigen Umsätze des ohnehin angeschlagenen Herstellers.

In der Krise: Die Zahl der Blackberry-Nutzer sank zuletzt auf 79 Millionen, wie RIM am Donnerstag mitteilte.
In der Krise: Die Zahl der Blackberry-Nutzer sank zuletzt auf 79 Millionen, wie RIM am Donnerstag mitteilte.
Keystone

Wenige Wochen vor dem Start des neuen Betriebssystems für den Blackberry haben neue Sorgen um die zukünftigen Umsätze des ohnehin angeschlagenen Herstellers Research in Motion (RIM) die Aktie des Unternehmens wieder auf Talfahrt geschickt.

Die kanadische Firma kündigte am Donnerstag (Ortszeit) an, mit der Einführung von Blackberry 10 Ende Januar, Gebühren nicht mehr wie bisher abzurechnen und damit auf einen wichtigen Teil ihres Umsatzes zu verzichten. In dem neuen System würden nur noch Kunden Gebühren bezahlen, die auf verbesserte Sicherheit Wert legten und diesen Dienst dazubuchten, sagte der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins.

Aktie im Sinkflug

Die Ankündigung liess die RIM-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als zehn Prozent sinken, nachdem sie zuvor ein Plus von acht Prozent verzeichnet hatte. Grund für das zwischenzeitliche Hoch war die Mitteilung, dass RIM seine Kapitalreserven um 600 Millionen Dollar auf 2,9 Milliarden Dollar erhöht hatte und der Start des Blackberry 10 nicht weiter verschoben werde. Die Zahl der Blackberry-Nutzer sank zuletzt auf 79 Millionen, wie RIM am Donnerstag mitteilte.

Neue Software soll Erfolg bringen

Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins will im Februar das nächste Betriebssystem Blackberry 10 mit neuen Geräten auf den Markt bringen. Mit der mehrfach verzögerten Software verbindet RIM die Hoffnung, Anschluss an die erfolgreicheren Konkurrenten Samsung und Apple zu finden.

Die Blackberrys waren einst sehr populär, doch das kanadische Unternehmen ignorierte zu lange den Trend zu Touchscreens und war zu langsam bei der Weiterentwicklung der Software. Als Folge schmolzen die Marktanteile dahin.

sda/dapd/rek

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