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Nokia kommt auf die Strasse

Der finnische Handy-Hersteller plant ein Konkurrenzprodukt zu dem umstrittenen Strassenbilderdienst Street View von Google.

Ein Bild von einem Konzern: Nokia will für die Aufnahmen seines neuen Dienstes hochauflösende Kameras und Laser einsetzen.
Ein Bild von einem Konzern: Nokia will für die Aufnahmen seines neuen Dienstes hochauflösende Kameras und Laser einsetzen.
Keystone

Noch vor Jahresende sollen Fahrzeuge in Frankreich und in Grossbritannien die Strassen abfahren und Strassenzüge und Gebäude aufnehmen, wie der bei der Nokia-Tochter Navteq zuständige Manager Frank Pauli der «Wirtschaftswoche» sagte.

Street View schon in 23 Ländern

Nokia will für die Aufnahmen demnach hochauflösende Kameras und Laser einsetzen und so dreidimensionale Bilder der Umgebung produzieren. Die Fahrzeuge seien zudem mit 360-Grad-Videokameras und Satellitenpositionierung ausgestattet. In Deutschland will Nokia laut Pauli loslegen, sobald in der Street-View-Debatte «eine Lösung gefunden» sei.

Mit Street View können sich Internetnutzer in Fussgängerperspektive durch die Strassen von Städten bewegen und Rundum-Panoramen der Strassenzüge betrachten. Der Dienst wird von Datenschützern kritisiert, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät. Street View gibt es bereits für 23 Länder. Verbraucher in Deutschland können der Veröffentlichung ihres Hauses widersprechen, es wird dann unkenntlich gemacht.

Den Dienst mit Vorsicht starten

Die Internetbranche soll bis Anfang Dezember einen Kodex ausarbeiten, in dem sie den Datenschutz für Verbraucher selbst regelt. Verbraucher sollen leicht erkennen, wo und wie Dienste wie Street View oder das geplante Nokia-Angebot in die Persönlichkeitsrechte eingreifen.

ilo/jah

AFP/rek

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