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Holland kann Sicherheit von Regierungssites nicht garantieren

Wie die niederländische Regierung am Samstag erklärte, wurde die Firma, die bislang die Echtheit der Websites garantierte, Opfer eines Hackerangriffs.

Die niederländische Regierung kann nicht für die Sicherheit ihrer Webseiten garantieren. Wie die Regierung am Samstag erklärte, wurde die Firma, die bislang die Echtheit der Websites garantierte, Opfer eines Hackerangriffs. Die Arbeit der Firma habe die Regierung nun selbst übernommen, erklärte ein Sprecher.

Millionen Menschen betroffen

Es würden auch andere Unternehmen gesucht, die dies übernehmen könnten. Betroffen sind Millionen Menschen, die die Online-Dienste der niederländischen Regierung nutzen.

Das Innenministerium riet Benutzern, Warnhinweise ihrer Webbrowser oder der Websites selbst zu beachten. Eine explizite Warnung, Regierungsseiten nicht zu besuchen, sprach das Ministerium in seiner Erklärung vom Samstag aber nicht aus. Der Hackerangriff richtete sich gegen die Firma Diginotar. Sie bestätigte bislang über ihren Dienst, dass die Besucher auf der korrekten Seite sind. Hinweise auf einen Missbrauch lagen zunächst noch nicht vor.

Angriff aus dem Iran?

Diginotar wurde nach eigenen Angaben im Juli Opfer eines Hackerangriffs. Die finnische Sicherheitsfirma F-Secure erklärte, der Angriff sei möglicherweise vom Iran ausgegangen. Ziel sei es möglicherweise gewesen, Dissidenten auszuspähen, die den E-Mail-Dienst von Google nutzen.

Google hatte zu Beginn der Woche berichtet, dass vor allem Menschen im Iran betroffen seien. Nach Gesprächen mit Microsoft und Firefox-Herausgeber Mozilla werden Nutzer des Browsers Chrome, des Internet Explorers von Microsoft und von Firefox nun gewarnt, wenn sie Webseiten besuchen, die Zertifikate von DigiNotar nutzen.

dapd/rek

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