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Googles Gerüchte-Multiplikation

Die Klage von Bettina Wulff sollte für den Suchkonzern ein Anlass sein, die Vorschlagsfunktion zu überdenken.

Verleumderischer Suchalgorithmus? Suchmaschine Google.
Verleumderischer Suchalgorithmus? Suchmaschine Google.
Keystone

In Deutschland steht Google vor ­Gericht. Im jüngsten Fall, der am hamburgischen Landgericht ver­handelt wird, geht es um die Klage von Bettina Wulff. Die Frau des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten ­Christian Wulff setzt sich gegen das Gerücht zur Wehr, sie sei im Rotlichtmilieu tätig gewesen.

Google ist wegen der sogenannten Autovervollständigung ins Visier geraten. Das ist eine Vorschlags­funktion, die Webrecherchen beschleunigt. Sobald man einige Buchstaben getippt hat, stellt Google in einer Liste beliebte Suchanfragen bereit. «Bettina Wulff» ist so populär, dass sie bereits nach den ersten beiden Buchstaben in der Liste erscheint. Zum vollständigen Namen ergänzt Google unter anderem die Suchbegriffe «Prostituierte» und «Escort».

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