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Googles Brillen-Show

Live mitverfolgen, was andere sehen: Google-Mitgründer Sergey Brin demonstrierte in San Francisco, wie die Computerbrille funktioniert.

Google-Mitarbeiterin mit Google Glass. 2013 werden erste Versionen der Brille an Entwickler ausgeliefert.
Google-Mitarbeiterin mit Google Glass. 2013 werden erste Versionen der Brille an Entwickler ausgeliefert.
AFP
Google-Mitgründer Sergey Brin zeigte in einer Live-Demo, wie die Technik funktioniert.
Google-Mitgründer Sergey Brin zeigte in einer Live-Demo, wie die Technik funktioniert.
Keystone
Isabelle Olsson ist die Lead-Designerin des Glass-Projekts.
Isabelle Olsson ist die Lead-Designerin des Glass-Projekts.
AFP
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An der Entwicklerkonferenz in San Francisco präsentierte der US-Konzern am Mittwoch ein Tablet und den Medienplayer Nexus Q. Doch besonders viel Eindruck hinterliess Konzernmitbegründer Sergey Brin beim Publikum mit der Live-Demo seines Lieblingsprojekts Google Glass.

Die Idee erinnert an die Brille aus dem Actionfilm «Terminator»: Auf einem winzigen Bildschirm werden Daten auf dem Sichtfeld des Trägers angezeigt. Google hatte die Brille im April erstmals in einem Video vorgestellt. Sie soll vor allem Smartphones überflüssig machen. Ziel ist, dass beispielsweise E-Mails, Strassenkarten oder Wetterinformationen in das Brillenglas eingeblendet werden. Über eingebaute Mikrofone sollen Nutzer die Datenbrille mit Sprachbefehlen steuern.

Sprung aus dem Flugzeug

Die Zuschauer konnten während Brins Präsentation auf einer Leinwand mitverfolgen, wie sich Fallschirmspringer mit den Brillen aus dem Flugzeug stürzten und auf dem Dach des Gebäudes, in dem die Google-Konferenz stattfand, landeten. Anschliessend wurden die Brillen von Fahrradakrobaten und einem Fassadenkletterer bis in den Konferenzsaal getragen. Die gesamte Zeit über übertrugen die Stuntmen live ins Internet, was sie mit der Brille sahen. Brin sagte, er habe «nicht wirklich geglaubt», dass die Brille all dies problemlos mitmache.

Erste Modelle gehen bald an die Entwickler

Google will die Computerbrille in zwei Jahren auf den Markt bringen. Die mit kleinen Kameras, Lautsprechern und Displays ausgestatteten Brillen sollten dann «deutlich weniger» als 1500 Dollar kosten, kündigte Brin in San Francisco an. Für diesen Preis will Google nun zunächst Anfang kommenden Jahres Entwicklungsmodelle an Brillendesigner herausgeben. Ausgeliefert wird diese sogenannte Explorer Edition aber erst 2013. «Das ist wirklich eine neue Technologie, und wir wollen, dass Sie helfen, dieser eine Form zu geben», sagte Brin.

Die Brille sehe derzeit für viele Menschen noch komisch aus, sagte Brin gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. «Es wird in ein paar Jahren aber einen Punkt geben, wo es merkwürdiger aussehen wird, wenn Leute im Gehen die ganze Zeit auf den Bildschirm ihres Smartphone herunterschauen.»

AFP/ah

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