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Die Festtage kommen flach raus

Tablets werden an Weihnachten unter vielen Christbäumen liegen. Käufer müssen dabei die Auswahl treffen zwischen den Geräten verschiedener Hersteller und verschiedenen Betriebssystemen. Ein Vergleich.

Dominieren den Tablet-Markt: iPad von Apple (rechts) und Galaxy Tab von Samsung.
Dominieren den Tablet-Markt: iPad von Apple (rechts) und Galaxy Tab von Samsung.
Reuters

Tablets dürften in diesem Jahr zu Weihnachten auf vielen Gabentischen liegen. Käufer müssen dabei die Auswahl treffen zwischen den Geräten verschiedener Hersteller und verschiedenen Betriebssystemen. Ein Vergleich der Stiftung Warentest zeigte, dass Flachcomputer mit dem Betriebssystem Android von Google gegenüber den iPad-Geräten von Marktführer Apple teils sogar mehr bieten (Redaktion Tamedia berichtete).

1. Auswahl

Die Auswahl an Tablet-Computern ist mittlerweile gross. Zahlreiche Hersteller bieten Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen an. Marktführer ist Apple mit dem iPad, das in verschiedenen Ausführungen angeboten wird und einen Anteil von rund 60 Prozent an den Tablet-Verkäufen erzielt. Apple hat mit iOS ein eigenes Betriebssystem. Weitere 30 Prozent der Tablets laufen mit dem System Android vom US-Konzern Google. Diese Geräte kommen von einer Vielzahl an Herstellern und sind in der Regel deutlich günstiger als Apple-Produkte. Auch Microsoft ist seit Kurzem mit neuer mobiler Betriebssoftware am Start (siehe Bildstrecken in der linken Spalte).

2. Betriebssysteme

Die Stiftung Warentest bewertet die Funktionsfähigkeit der beiden grossen Betriebssysteme, iOS und Android, als gut. Pluspunkt von iOS sei die einfache Bedienung und die minimalistische Nutzeroberfläche. Auch sei das Angebot an speziell für Tablets aufbereiteter Software und an Medieninhalten bei Apple noch immer grösser. Android bietet Nutzern jedoch mehr Freiheit. Videos, Musik oder anderen Dateien könnten einfacher von anderen Rechnern auf die Tablets überspielt werden. Bei Apple braucht es hierzu Extra-Software. Auch kann der Speicher bei vielen Android-Geräten leichter erweitert werden.

3. Leistung

Android-Geräte sind laut Stiftung Warentest eine ernstzunehmende Alternative zum iPad. Im Vergleich der Zeitschrift «test» unter 14 Geräten schnitt ein Android-Tablet von Samsung besser ab als ein iPad 3 von Apple. Auf Android-Geräten arbeitet es sich demnach nicht weniger flüssig als auf den iPads. Vorsicht ist laut Stiftung aber bei Billig-Tablets angebracht mit Preisen von um die 200 Franken. Die getesteten Geräte hätten eine geringe Rechenleistung, kurze Akkulaufzeiten und nur mässige Ausstattung gehabt.

4. Bildschirme

Apple bietet vom iPad 3 aufwärts hochauflösende Displays an. Doch damit steht der Marktführer nicht alleine. Auch eine Reihe von Geräten mit Android hat solche Bildschirme, ähnlich auch Geräte mit der neuen Betriebssoftware von Microsoft. Hochauflösende Displays sind angenehmer für die Augen, was insbesondere beim Lesen von Textinhalten vorteilhaft ist. Aber auch die Nutzung von Videoclips und Filmen kann dadurch attraktiver werden. Im Vergleich von «test» waren Billig-Tablets mit den schlechtesten Displays ausgestattet.

5. Internet

Zu Hause surfen mit dem Tablet ist Standard. Dies geht über das drahtlose Netzwerk (Wlan) daheim. Surfen unterwegs per Mobilfunk geht auf zwei Wegen: Zum einen gibt es Tablets mit Mobilfunk-Modulen, in die eine SIM-Karte wie beim Handy gesteckt werden kann. Solche Geräte kosten meist mehr. Zum anderen können auch Smartphones zum Herstellen einer mobilen Internet-Verbindung genutzt werden und diese wie das drahtlose Netzwerk zu Hause an den Tablet weiterreichen. Für die mobile Internet-Nutzung mit Tablet wie mit Smartphone empfiehlt sich ein entsprechender Datentarif.

6. Software, Musik und Medien

Miniprogramme- sogenannte Apps - gibt es für das iPad nur über den App-Store von Apple. Bei Android-Geräten können die Anwendungen laut Stiftung Warentest neben Google mit seinem Online-Kiosk Play auch von anderen Quellen kommen. Medieninhalte können auf Tablets auch von anderen Computern aus überspielt werden. Beim Kauf von Musik oder Videos über den Tablet versuchen Apple und Google aber die Nutzer mit ihren eigenen Angeboten zu binden.

afp/sda/rek

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