Zum Hauptinhalt springen

«Wir sind noch nicht bei 100 Prozent»

Mit der Leistung gegen Spanien ist die Nationalmannschaft mehrheitlich zufrieden, sieht aber noch Steigerungspotenzial.

Die Schweizer Nationalmannschaft trotzt starken Spaniern auswärts ein 1:1-Unentschieden ab.
Die Schweizer Nationalmannschaft trotzt starken Spaniern auswärts ein 1:1-Unentschieden ab.
AP Photo/Alberto Saiz
Zakaria beginnt anstelle des angeschlagenen Xhakas. Ansonsten finden sich kaum Überraschungen im Vladimir Petkovics Startelf.
Zakaria beginnt anstelle des angeschlagenen Xhakas. Ansonsten finden sich kaum Überraschungen im Vladimir Petkovics Startelf.
Laurent Gillieron, Keystone
Am Freitag steht bereits der nächste Test für Petkovics Team an: Die Schweiz trifft in Lugano auf Japan.
Am Freitag steht bereits der nächste Test für Petkovics Team an: Die Schweiz trifft in Lugano auf Japan.
Laurent Gillieron, Keystone
1 / 9

1:1 endete die Partie. Es war ein schmeichelhaftes Remis gegen ein spanisches Team, das vor allem in der ersten Halbzeit und in der Schlussphase zahlreiche Chancen vergab. Dennoch zeigen sich die Schweizer Nationalspieler zufrieden mit dem Resultat. Torschütze Ricardo Rodriguez sagt im Interview mit SRF: «Wir haben gut mitgehalten und waren eiskalt.» Natürlich sei beim Ausgleich durch den Fehler vom spanischen Torhüter David De Gea auch ein bisschen Glück dabei gewesen. Doch: «Das 1:1 ist das korrekte Resultat. Nun können wir so weitermachen und im nächsten Testspiel gegen Japan Selbstvertrauen holen.»

Selbstvertrauen für Akanji

Grossen Anteil am Unentschieden hatte Torhüter Yann Sommer, der mit zahlreichen Paraden die Schweiz im Spiel hielt. Der 29-Jährige ist mehrheitlich glücklich mit der Leistung seiner Teamkollegen: «Wir haben gegen eine Weltklassemannschaft gespielt, die viel Druck gemacht hat, nah bei den Leuten stand und mit Tempo aufs Tor kam. Doch wir haben gut verteidigt, versucht, den Ball zu halten und mutig zu sein.» Am Ende sei jedoch ein bisschen die Puste ausgegangen. «Wir sind noch nicht bei 100 Prozent. Wir haben in den letzten Tagen intensiv trainiert, das hat man heute gesehen. Ab der 60. Minute fehlte noch etwas.»

Das sieht auch Manuel Akanji so: «Die letzten Minuten war nicht einfach. Wir haben so gut wie möglich verteidigt.» Umso erfreulicher sei es gewesen, das kein Tor mehr gefallen sei. «Bereits in der Qualifikation haben wir gut verteidigt, das wollen wir nun so weiterziehen. Wichtig ist es, dass wir dabei als Einheit auftreten», sagt der 22-Jährige. Dass Petkovic bei der Startaufstellung auf ihn statt auf Johan Djourou gesetzt hat, motiviert ihn zusätzlich: «Das gibt Selbstvertrauen.»

Verunsicherter Beginn

Am Ende war dieses Spiel der Schweizer gegen Spanien der klassische Fall für die Sinnfrage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. «Mit dem Resultat bin ich zufrieden, aber nicht ganz mit dem, was wir über die 90 Minuten gezeigt haben. Es gibt noch ein paar Baustellen», sagt Vladimir Petkovic an der Pressekonferenz.

Vor allem die ersten 20 bis 30 Minuten haben dem Tessiner nicht gefallen. «Wir hätten mehr präsent sein müssen, weil der Gegner stark ist, wenn er den Ball hat.» Sie seien etwas verunsichert ins Spiel gegangen und hätten so den Gegner «noch grösser» gemacht. «Unsere Gegner sind schon wegen ihren eigenen Qualitäten stark. Dann müssen wir sie nicht noch besser machen.»

«Das Glas ist halb voll»

Petkovic hatte nach der Pause in der Offensive eine Rochade vorgenommen und Xherdan Shaqiri nach der Einwechslung von Breel Embolo zentraler spielen lassen. Petkovic wollte diese Veränderung nicht überbewerten. «In einem Freundschaftsspiel kann man immer etwas ausprobieren.» Richtig in Schwung kam das Schweizer Angriffsspiel aber auch dadurch nicht. Oder wie Petkovic das Experiment beurteilte: «Das Glas ist halb voll.»

Petkovic hatte aber auch Verständnis, dass in Villarreal nicht alles rund gelaufen ist. Nach der intensiven ersten Trainingswoche im Tessin habe die «läuferische Arbeit schon etwas Schwierigkeiten gemacht». Letztlich habe man auch wegen der vielen Wechsel etwas Mühe mit dem Rhythmus gehabt, aber man sei trotzdem bis zum Schluss «kompakt geblieben und habe «Positivität gezeigt».

Gegen Japan wohl mit Xhaka

Apropos Wechsel: Auch Petkovic hat gesehen, dass der Ausfall von Granit Xhaka nicht zu kompensieren war. Der Taktgeber im Mittelfeld hatte nach der am Donnerstag im Training erlittenen Knieprellung am Samstag wieder ein paar Übungen mit dem Team gemacht. Gegen Spanien riskierten die Schweizer einen Einsatz nicht. Aber am kommenden Freitag, gegen Japan in Lugano im letzten Testspiel vor der WM, dürfte Xhaka wieder dabei sein. Petkovic: «Ich gehe davon aus, dass Xhaka am Dienstag wieder richtig trainieren kann.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch